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PPWR – fit for the future ist mehr als ein Schlagwort: Es beschreibt die praktische Herausforderung für Hersteller, Händler und Supply‑Chain‑Manager, Verpackungen so zu gestalten, dass sie den neuen EU‑Vorgaben entsprechen und gleichzeitig ressourcenschonend, recyclingfähig und marktfähig bleiben. Dieser Leitfaden erklärt, was die Regeln bedeuten, welche Fristen gelten und welche konkreten Schritte Sie in Ihrem Unternehmen umsetzen sollten.

Was ist die PPWR und warum ist sie relevant?

Die Abkürzung PPWR steht für die europäische Verordnung zu Verpackungen und Verpackungsabfällen. Als Verordnung gilt sie unmittelbar in allen EU‑Mitgliedstaaten. Ziel ist, Verpackungen zu entmaterialisieren, Recycling zu fördern, gefährliche Substanzen zu begrenzen und wiederverwendbare Lösungen zu stärken. Für Unternehmen bedeutet das: neue Nachweispflichten, neue Kennzeichnungspflichten, Mindestquoten für Rezyklat und Vorgaben zur Recyclingfähigkeit.

Klare Folie 'Die PPWR im Europäischen Gesetzesrahmen' mit drei überlappenden Ellipsen und Referentin rechts – guter Lesbarkeitskontrast.

Für welche Verpackungen gelten die Regeln?

Die PPWR unterscheidet verschiedene Verpackungsarten und definiert sehr präzise, welche Elemente als Verpackung gelten. Entscheidend ist die Funktion im Verkauf oder Transport:

Praxisbeispiele: Die dünne Folie um eine CD zählt als Verpackung, die CD‑Hülle nicht, wenn sie Teil des Produkts ist. Ein Kleiderbügel gilt als Verpackung, wenn er zusammen mit dem Kleidungsstück verkauft wird; als Einzelprodukt verkauft, nicht.

Gut lesbare Präsentationsfolie 'Für was gilt die Verpackungsverordnung?' mit Bildbeispielen von Verpackungen und Moderatorin rechts

Die sechs Kernanforderungen der PPWR (kompakt)

Unter dem Motto PPWR – fit for the future sollten Unternehmen die folgenden Anforderungen priorisieren:

  1. Keine besorgniserregenden Stoffe in Verpackungen und keine Entstehung schädlicher Stoffe beim Recycling oder Verbrennen.
  2. Recyclingfähigkeit: Alle in Verkehr gebrachten Verpackungen müssen recyclingfähig sein.
  3. Mindestrezyklatanteile für Kunststoffverpackungen mit gestaffelten Quoten (2030, 2040).
  4. Förderung von Mehrweg: Mehrwegquoten für bestimmte Verpackungsarten, inklusive E‑Commerce und Transport.
  5. Kennzeichnungspflichten: Materialangaben, Piktogramme und QR‑Codes ab 2028 zur Vereinfachung der Sortierung und des Recyclings.
  6. Technische Dokumentation & Konformitätserklärung: Nachweise müssen gespeichert und Behörden vorgelegt werden.

Screenshot: Recyclingfähigkeit als Pflicht

Screenshot der Folie 'Recyclingfähigkeit – Artikel 6' mit deutlichen Stichpunkten und Zitat, Moderatorin mit Headset rechts

Gefährdende Stoffe: Was jetzt geprüft werden muss

Verpackungen dürfen keine Stoffe enthalten, die Mensch oder Umwelt schädigen oder die Sortierung, das Recycling oder die Verbrennung beeinträchtigen. Wichtige Punkte:

Handlungsempfehlung: Erstellen Sie eine Liste kritischer Additive und Füllstoffe in Ihren Verpackungsbauteilen und fordern Sie standardisierte Selbstauskünfte Ihrer Zulieferer an.

Recyclingfähigkeit: Definition, Stufen und Fristen

Die PPWR schreibt vor, dass Verpackungen recyclingfähig sein müssen. Die praktische Ausgestaltung erfolgt schrittweise:

Hersteller müssen die Recyclingfähigkeit berechnen, dokumentieren und die Verpackung einer Stufe zuordnen (A–D). Verpackungen mit Stufe D werden verboten, später auch Stufe C in vielen Kategorien.

Klarer Screenshot: Folie 'Recyclingfähigkeit' zeigt Leistungsstufen-Tabelle; Sprecherin am rechten Bildrand

Rezyklatquoten: Was zählt und wie planen?

Für Kunststoffverpackungen werden verpflichtende Mindestanteile an Rezyklat eingeführt. Kernelemente:

Praktische Strategie: Priorisieren Sie Materialgruppen mit einfacher Rezyklatbeschaffung (z. B. PET‑Flaschen) und entwickeln Sie interne Beschaffungsrichtlinien für Post‑Consumer‑Rezyklate.

Präsentationsfolie mit Tabelle zu Mindestrezyklatquoten (2030 und 2040) links, Vortragende mit Headset rechts

Biobasierte und kompostierbare Lösungen

Die PPWR erkennt biobasierte Materialien als mögliche Alternative, falls ausreichend Rezyklate nicht verfügbar sind. Wichtige Hinweise:

Mehrwegquoten und Transportverpackungen

Die Verordnung setzt Mehrwegziele für verschiedene Verpackungsarten — inklusive E‑Commerce und Transportverpackungen. Kernpunkte:

Praxis: Prüfen Sie Ihre Transportlogistik auf modulare Mehrwegsysteme und standardisieren Sie Verpackungsmaße zur Wiederverwendung.

Präsentationsfolie 'Wiederverwendbare Verpackungen – Artikel 11 & 29' links mit Tabelle der Zielwerte; Sprecherin rechts, Folie gut lesbar

Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit

Ab 2028 müssen Verpackungen Materialinformationen tragen und die Sortierung erleichtern. Die Kennzeichnung umfasst:

Empfehlung: Planen Sie die Integration neuer Druckflächen oder Klebeetiketten sowie die IT‑Schnittstellen für QR‑Codes frühzeitig ein.

Präsentationsfolie 'Kennzeichnung von Verpackungen – Artikel 12' mit zwei gut lesbaren Bullets (Hinweis auf 12. August 2028 und QR‑Codes) links; Vortragende mit Headset rechts blickt in die Kamera.

Technische Dokumentation und Konformitätserklärung

Die PPWR verlangt eine umfassende technische Dokumentation, die 5 Jahre aufzubewahren ist. Inhaltlich gehört dazu:

Praktische Umsetzung: Erstellen Sie ein zentrales, digital zugängliches Datenmodell für alle Verpackungen und benennen Sie eine verantwortliche Person für Compliance.

Folie 'Technische Dokumentation zur Konformität' mit Stichpunkten (Allgemeine Beschreibung, Entwürfe/Fertigungszeichnungen, Beschreibung & Erläuterungen) und Vortragende rechts im Bild.

Die wichtigsten Fristen auf einen Blick

Große Präsentationsfolie 'Timeline – Was kommt wann auf uns zu?' mit markiertem Startpunkt 'Sie sind hier' und Sprecherin rechts

Checkliste: So machen Sie Ihr Unternehmen PPWR – fit for the future

  1. Dateninventar anlegen: Materiallisten, Zuliefererklärungen, Fertigungszeichnungen und Nachweise zentral zusammenführen.
  2. Lieferantenprozesse prüfen: Standardisierte Selbstauskünfte einfordern (keine PFAS, Grenzwerte für Schwermetalle).
  3. Recyclingfähigkeit bewerten: Erste Bestandsaufnahme mit internen Kriterien oder vorhandenen Anwendungsleitfäden durchführen.
  4. Rezyklatstrategie entwickeln: Einkaufsstrategie für Post‑Consumer‑Rezyklate, Testläufe zur Materialumstellung planen.
  5. Mehrwegoptionen prüfen: Transport- und Verkaufsverpackungen auf Modularisierung und Wiederverwendbarkeit umstellen.
  6. Kennzeichnung vorbereiten: Druckformat, QR‑Codes und Piktogramme in Produktdesigns einplanen.
  7. Technische Dokumentation einrichten: Verantwortlichkeiten festlegen, Aufbewahrungsort definieren (mindestens 5 Jahre).

Fehler, die häufig passieren (und wie Sie sie vermeiden)

Welche Unternehmen sind von der PPWR direkt betroffen?

Hersteller, Importeure, Händler und Inverkehrbringer von Verpackungen in der EU. Auch Unternehmen, die Verpackungen für Dritte befüllen oder Transportverpackungen nutzen, müssen Vorgaben prüfen und Nachweise führen.

Gilt die PPWR nur für Plastikverpackungen?

Nein. Die Verordnung deckt alle Verpackungsmaterialien ab (Kunststoff, Papier, Glas, Metall), legt aber initial konkrete Rezyklatquoten nur für Kunststoffe fest. Erweiterungen auf andere Materialien sind geplant.

Wann muss die technische Dokumentation fertig sein?

Die Pflicht zur technischen Dokumentation und zur Konformitätserklärung tritt ab demd 12.08.2026 in Kraft. Daher sollten Unternehmen jetzt beginnen, Daten zusammenzuführen, damit sie pünktlich vollständig sind.

Wie werden Rezyklatanteile nachgewiesen?

Die EU wird Berechnungsmethoden und Nachweisregeln über delegierte Rechtsakte veröffentlichen. Bis dahin sind interne Nachweise, Lieferantenerklärungen und Zertifikate übliche Belege. Kalkulieren Sie mit Nachweisanforderungen nach harmonisierten Standards.

Kann biobasiertes Material Rezyklat ersetzen?

In bestimmten Fällen ist die EU offen für den Einsatz biobasierter Materialien, wenn Rezyklate nicht in ausreichender Menge verfügbar sind. Allerdings müssen Recyclingfähigkeit und Wirkungen auf die Kreislaufwirtschaft geprüft werden.

Fazit — So werden Sie PPWR – fit for the future

Die PPWR stellt eine klare Weichenstellung der EU für weniger Abfall, mehr Recycling und stärkere Herstellerverantwortung dar. Unternehmen, die frühzeitig ihre Daten ordnen, Lieferketten einbinden, Material‑ und Designentscheidungen überdenken und Mehrweg‑ bzw. Rezyklatstrategien implementieren, reduzieren Risiko und gewinnen Wettbewerbsvorteile. Nutzen Sie die Zeit bis zu den kommenden delegierten Rechtsakten, um Prozesse, Verantwortlichkeiten und IT‑Systeme vorzubereiten. So werden Ihre Verpackungen nicht nur rechtskonform, sondern auch zukunftsfähig.

Weitere praktische Tools: Checklisten zur Lieferantenauskunft, Vorlagen für die technische Dokumentation und Bewertungsbögen zur Recyclingfähigkeit helfen, die Umsetzung zu strukturieren.

Sustainable & Compliance Packaging!

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Am 22.12.2025 präsentierte ThePackHub eine kompakte Auswahl der wichtigsten Verpackungsinnovationen des Jahres 2025. Paul Jenkins stellte 40 Beispiele vor, die zeigen, wie die Branche Nachhaltigkeit, Nutzererlebnis und Zusatzfunktionen verbindet. Im Fokus standen Papierisierung, Bio‑Basierte Materialien, Refill‑ und Reuse‑Systeme, Recycling und Reduktionsstrategien sowie neue Wege, Produkte nutzerfreundlicher und funktionaler zu machen.

Veröffentlichungsdatum: 22.12.2025

YouTube‑Kanal: ThePackHub — https://www.youtube.com/watch?v=JxAbY8gLpUw

Inhaltsverzeichnis

Tide Ultra Oxi Boost Flasche und laser‑markierte Dosierkappe – Verpackungsinnovation von P&G

Überblick: Die sieben Trend‑Cluster

Die vorgestellten Innovationen lassen sich in sieben Themen bündeln: Recycling und Recyclinginhalt, bio‑basierte Materialien, Paperisation, Refill‑ und Reuse‑Systeme, Reduktionsstrategien, Verbesserungen des Nutzererlebnisses und Zusatzfunktionen. Gemeinsam zeigen diese Trends, wie Hersteller und Zulieferer pragmatische Lösungen entwickeln, die sich in bestehende Produktions‑ und Vertriebsprozesse integrieren lassen.

DHL wiederverwendbare Palettenhülle in Weiß/Gelb mit schwarzen Verschlüssen auf einer Europalette

Link

Point One: Nachhaltigkeit und Paperisation

Paperisation bleibt eine der sichtbarsten Bewegungen. Mehrere globale Marken ersetzen Kunststoffaußenhüllen durch papierbasierte Overwraps oder setzen Papiertuben und -kappen ein. Nestle etwa hat Papierüberzüge für KitKat‑Multipacks eingeführt, um jährlich mehrere Tonnen Plastik zu vermeiden. Gleichzeitig ersetzen Unternehmen wie Mondelēz oder Kind Snacks dünne Kunststoffschichten durch Papiervarianten oder Klebesticker, die deutlich weniger Material verbrauchen.

KitKat Multipack mit papierbasierter Overwrap auf Präsentationsfolie

Ein weiterer Aspekt: Papierkappen (z. B. Great Earth) und trockene Faserflaschen für Kosmetik zeigen, dass Papier nicht nur für Sekundärverpackung geeignet ist, sondern auch als primäre, leistungsfähige Lösung an Bedeutung gewinnt.

Slide: Rigid packaging developed from recycled textile waste with KIUD box image and innovation details.

Point Two: Refill, Reuse und geschlossene Kreisläufe

Refill‑ und Reuse‑Systeme skalieren von Pilotversuchen zu betrieblichen Lösungen. Beispiele reichen von wiederverwendbaren Palettenwickeln bei DHL bis zu Stadien‑Wechselbechern (Arrowhead Stadium) mit Sammel‑ und Desinfektions‑Workflows. Praktische Faktoren entscheiden: Rückführbarkeit und Bedienkomfort sind entscheidend für den Erfolg. Systeme, die den Rücklauf vereinfachen, wie stadtweite Rückgabestellen in Lissabon mit Rücknahmeautomaten, haben deutlich höhere Chancen, dauerhaft zu funktionieren.

Zwei wiederverwendbare Stadionbecher mit Aufdruck 'Please return this cup to a reuse bin' vor Stadiontribüne; Präsentationsfolie mit Text rechts.

Low‑tech, aber wirkungsvoll: faltbare Mehrwegkartons für E‑Commerce (QUID) sparen Sekundärverpackung und Transportkosten, weil sie sich platzsparend zurückführen lassen.

Faltbarer wiederverwendbarer Versandkarton KWiiD auf Präsentationsfolie mit Beschreibungsfeld

Point Three: Zusatzfunktionen und Nutzererlebnis

Innovation ist nicht nur Öko. Funktionale Features schaffen Differenzierung: P&G nutzt Laser‑Markierung für Dosierhinweise auf PP‑Kappen und eliminiert damit zusätzliche Kunststoffteile. Barricade bietet biometrisch gesicherte Trinkflaschen mit Fingerabdruckverschluss für wiederverwendbare Anwendungen. Asahi bringt ein Self‑Foaming‑Dosenkonzept auf den Markt, das das Konsumerlebnis verändert. Solche Lösungen kombinieren Technik mit Bedienkomfort und schaffen echten Mehrwert.

Präsentationsfolie: rundes biometrisches Kappendetail links, erläuternder Textblock rechts; Fingerprint‑gesicherte Flasche.

Weitere bemerkenswerte Entwicklungen

Milchflaschen mit unsichtbaren UV‑Tags: links normale Ansicht, rechts UV‑Leuchtbild mit Tag‑Matrix

FAQs

Was sind die Kernthemen der Präsentation?

Die Kernthemen sind Recycling und Recyclinginhalt, bio‑basierte Materialien, Paperisation, Refill und Reuse, Reduktionsstrategien, verbesserte Nutzererlebnisse und Zusatzfunktionen.

Welche neuen Informationen liefert diese Zusammenstellung gegenüber bestehenden Inhalten?

Sie zeigt konkrete, marktreife Anwendungen und Pilotprojekte aus 2025, die über reine Forschung hinausgehen, inklusive Skalierungsbeispielen wie Laser‑Markierung in 24/7‑Linien oder großflächige Einführungen von recyceltem Kunststoff in Lebensmittelverpackungen.

Was macht diesen Blickwinkel einzigartig?

Der Fokus liegt auf kommerziell relevanten, pragmatischen Lösungen mit kurzfristiger Umsetzbarkeit und einem Mix aus Hightech‑ und Lowtech‑Ansätzen, der zeigt, wie Nachhaltigkeit und Nutzererlebnis kombiniert werden können.

Zusammenfassung

2025 war ein Jahr der praktischen Anwendungen: Papierisierung, Refill‑Systeme und materialeffiziente Lösungen gehen Hand in Hand mit Technologiegetriebenen Funktionen. Hersteller und Marken müssen heute nicht mehr zwischen Ökologie und Erfahrung wählen. Gute Lösungen reduzieren Material, erhalten Funktionalität und verbessern das Nutzererlebnis gleichzeitig.

Kernaussagen

  1. Hauptbotschaft: Nachhaltige Innovation ist praxistauglich und vielfach bereits in der Skalierung.
  2. Zielgruppe: Verpackungsmanager, Markeninhaber, Zulieferer und Retailer, die Umsetzungsmöglichkeiten suchen.
  3. Wichtigste Erkenntnisse: Paperisation ist marktreif; Reuse braucht Logistik und Convenience; funktionale Add‑ons schaffen Differenzierung.

Bereit, tiefer einsteigen? Watch the full video here: https://www.youtube.com/watch?v=JxAbY8gLpUw

Hinterlasse gerne einen Kommentar mit deiner Meinung zu einer der Innovationen oder teile diesen Beitrag, wenn du jemanden kennst, der an Verpackungsstrategien arbeitet.

This article was created from the video The Essential Packaging Innovations of 2025 – webinar by ThePackHub. with the help of AI.

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Als Geschäftsführer eines Verbands, der sich seit Jahrzehnten mit Getränkekartons beschäftigt, höre ich oft: Der Getränkekarton sei etwas von gestern. Meine klare Antwort darauf lautet: Ganz im Gegenteil. Der Getränkekarton hat sich seit seiner Einführung 1951 kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute ein technisch ausgereiftes, ressourcenschonendes Verpackungsmittel, das viele Vorteile für Hersteller, Handel und Verbraucher bietet. In diesem Beitrag erläutere ich die wichtigsten Argumente, den Stand der Recyclingtechnik, aktuelle Entwicklungen bei Materialien, die regulatorischen Herausforderungen durch die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR und warum die Branche die aktuelle Umsetzung bestimmter Vorgaben kritisch sieht.

Warum der Getränkekarton gut für die Zukunft aufgestellt ist

Der Getränkekarton ist leicht, schützt das Produkt zuverlässig und ist ressourceneffizient. Konkret: Für 1 Kilogramm verpackten Produkts verwendet ein Kartonpack nur etwa 30 Gramm Verpackungsmaterial. Das ist ein wichtiger Beitrag, weil geringeres Verpackungsgewicht Transport- und CO2-Belastungen reduziert.

Darüber hinaus bietet der Karton eine wirksame Barriere gegen Licht und Sauerstoff. Das schützt empfindliche Inhaltsstoffe wie Vitamine und verlängert die Haltbarkeit. Längere Haltbarkeit heißt auch: weniger Food Waste. Gerade der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung ist auf nationaler und europäischer Ebene ein zentrales Ziel, bei dem Packmittel mit gutem Produktschutz einen Beitrag leisten können.

Ein weiteres wichtiges Argument ist die Rohstoffbasis: Mehr als drei Viertel eines Getränkekartons besteht aus Kartonfaser, die aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Das macht die Verpackung ökologisch attraktiv. Gleichzeitig ist der Karton hochgradig recyclingfähig: Aktuell erreichen wir eine Recyclingfähigkeit von rund 90 Prozent.

Kernbotschaften der Kampagne Think Inside the Box

Unter dem Motto Think Inside the Box wollen wir die Vorteile des Getränkekartons neu ins Bewusstsein rufen und falsche Mythen ausräumen. Die Botschaften der Kampagne lassen sich so zusammenfassen:

Recyclingfähigkeit und Kreislaufwirtschaft: Was funktioniert bereits

Entgegen vieler Vorurteile bestehen Getränkekartons nicht aus untrennbaren, miteinander verklebten Schichten, die eine Verwertung unmöglich machen. Die Branche hat in Deutschland bereits seit Jahren Strukturen aufgebaut, um die Kunststoff- und Aluminiumanteile technisch zu rezyklieren. Unser Verband ist sogar alleiniger Gesellschafter einer Aufbereitungsanlage, die solche Komponenten verwertet.

Zur Größenordnung: In der EU werden jährlich rund 84 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle erzeugt. Der Anteil der Getränkekartons daran beträgt etwa 500.000 Tonnen, also rund 0,58 Prozent. In Deutschland fallen durch Getränkekartons insgesamt etwa 36.000 Tonnen Kunststoff und Aluminium an, die technisch aufbereitet werden müssen. Aktuelle Recyclingkapazitäten wurden in den letzten Jahren deutlich ausgebaut: In einem Chemiepark sind zum Beispiel rund 18.000 Tonnen Kapazität aufgebaut worden, und weitere Anlagen teilen sich diese Aufgabe.

„Recyclingfähigkeit mit der PPWR ist jetzt die neue Lizenz to operate.“

Dieser Satz bringt es auf den Punkt: Die neue europäische Verpackungsverordnung PPWR macht Recyclingfähigkeit zur zentralen Bedingung für das zukünftige Marktgeschehen. Für Getränkekartons ist das ein Vorteil, weil wir hier bereits gut aufgestellt sind. Zudem haben Hersteller seit Jahrzehnten Prinzipien der Produzentenverantwortung praktiziert, von der Sammlung über die Logistik bis zur Verarbeitung.

Technische Entwicklungen: Aluminiumfrei und biobasierte Kunststoffe

Die Innovation geht weiter. Es wird intensiv an Alternativen zur Aluminiumbarriere gearbeitet und an biobasierten Kunststoffen, die fossile Rohstoffe ersetzen sollen. Bereits heute gibt es Produkte auf dem Markt, die aluminiumfrei sind. Das Ziel ist klar: Ein Karton, der so CO2-arm wie möglich ist und möglichst wenig fossile Anteile enthält.

Wichtig ist jedoch: Die Regulierung muss hier nachziehen. Aktuell erlaubt die PPWR in den zurzeit diskutierten Formen die Verwendung bestimmter biobasierter Kunststoffe in Lebensmittelkontaktverpackungen noch nicht uneingeschränkt. Das muss politisch geklärt werden, damit Innovationen nicht gebremst werden und nachhaltigeren Materialoptionen der Weg in die Praxis geebnet wird.

Regulatorische Herausforderungen: PPWR, Delegated Acts und Mindestanteile

Die PPWR stellt eine grundlegende Neuordnung des Verpackungsrechts in Europa dar. Doch nach der Verabschiedung folgt die schwierige Phase der Umsetzung: Mehr als 40 delegierte Rechtsakte werden notwendig sein, bevor wir genau wissen, wie der Verpackungsmarkt in der Zukunft aussehen wird. In vielen dieser Details entscheidet sich, wie praktikabel und marktfähig die Vorgaben wirklich sind.

Ein besonders sensibles Thema ist der Mindestanteil an Recyclingmaterial in Lebensmittelverpackungen. Künftig sollen bis 2030 zehn Prozent Recyclinganteil vorgeschrieben werden, mit möglichen Anhebungen in späteren Jahren. Das Ziel ist sinnvoll, doch aktuell existiert noch nicht ausreichend sichere Mengen an qualifizierten Rezyklaten für Lebensmittelanwendungen. Hier braucht es dringend politische Rahmenbedingungen, Investitionen und Marktanreize, damit die Recyclingindustrie die notwendige Kapazität aufbauen kann.

Das Problem der Sekundärrohstoffmärkte

Ein zentrales praktisches Problem ist momentan die Schwäche des Sekundärrohstoffmarktes. Viele Recyclingunternehmen stehen unter wirtschaftlichem Druck, teils wurden Anlagen geschlossen. Rezyklate sind aktuell nicht immer konkurrenzfähig gegenüber Primärrohstoffen. Ursachen sind unter anderem schwache Nachfrage, billige Importe und die Zurückhaltung vieler Hersteller, solange die verbindlichen Vorgaben erst in ein paar Jahren gelten.

Die Folge: Ein Teufelskreis. Ohne starke Nachfrage keine Investitionen, ohne Investitionen keine ausreichenden Mengen hochwertiger Rezyklate und ohne Rezyklate keine Möglichkeit, die gesetzlichen Mindestanteile zu erfüllen. Deshalb ist es essenziell, kurz- bis mittelfristige Maßnahmen zu ergreifen. Auf EU-Ebene ist geplant, im vierten Quartal 2026 ein Gesetz zum Sekundärrohstoffmarkt vorzulegen. Es ist wichtig, dass Politik das Tempo erhöht und Übergangsregelungen schafft, damit Unternehmen und Recyclingbetriebe nicht verloren gehen.

Einordnung des Einwegkunststofffonds und seine Kritik

Die Umsetzung der EU-Einwegkunststoffrichtlinie in nationales Recht enthält Elemente, die die Hersteller belasten sollen, etwa über einen Fonds, mit dem Mehrausgaben für die Beseitigung gedankenlos weggeworfener Verpackungen finanziert werden. Die grundsätzliche Absicht, Meeresmüll zu bekämpfen, unterstütze ich voll. Entscheidend ist jedoch die sachgerechte Umsetzung.

In der Praxis zeigen sich Ungereimtheiten. Studien und Erhebungen weisen darauf hin, dass Getränkekartons an Stränden und im öffentlichen Raum kaum eine Rolle spielen. Für Deutschland wird der Anteil der Getränkekartons an der Vermüllung mit etwa einem Prozent angegeben. Dennoch ist der Branchenanteil an den Fondszahlungen in Deutschland mit rund 30 Millionen Euro pro Jahr angesetzt worden. Das Verhältnis von Belastung zu tatsächlichem Umweltschaden scheint so nicht fair und nicht effektiv zu sein.

Ein gutes Beispiel für mögliches alternatives Vorgehen ist die Niederlande, die auf eine Belastung für Getränkekartons verzichtet hat. Die deutsche Umsetzung sollte nachgebessert werden, damit Abgaben realitätsgerecht gestaltet werden und die Konsumentenverantwortung nicht einfach auf die Hersteller abgewälzt wird.

Europa als Bühne: Food Beverage Carton Alliance und die politische Arbeit

Die europäische Dimension gewinnt enorm an Bedeutung. In Brüssel sind wir vernetzt, unter anderem über die Food Beverage Carton Alliance, die technische Expertise, Kommunikation und Interessenvertretung bündelt. Dort wird an den Delegierten Rechtsakten und an einer sachlichen Ausgestaltung der Regeln gearbeitet. Es ist wichtig, dass wir an den Verhandlungstischen sitzen und mitgestalten, damit die Vorgaben technisch machbar und wirtschaftlich tragbar sind.

Alltagstauglichkeit, Design und Verbraucherwünsche

Verpackungen müssen nicht nur ökologisch, sondern auch praktisch im Alltag sein. Verbraucher erwarten, dass Verpackungen handhabbar, wieder verschließbar und ansprechend gestaltet sind. Innovationsschritte wie Tether Caps, also anhaftende Verschlüsse, erfüllen gleich mehrere Ziele: Sie erhöhen die Nutzerfreundlichkeit, verhindern das Verlieren von Verschlüssen und erleichtern das Recycling, weil wichtige Komponenten nicht verloren gehen.

Unsere LinkedIn-Umfrage hat gezeigt, dass Konsumenten mehrere Erwartungen gleichzeitig haben: Nachhaltigkeit, Produktschutz, Alltagstauglichkeit und Design. Mein persönlicher Eindruck als Vielkäufer mit Kindern ist ebenfalls: Alle diese Aspekte spielen zusammen. Verpackung ist ein Ganzes, bei dem Funktion und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen müssen.

Wünsche und Ausblick

Mein Wunsch für die nächsten Jahre ist klar: Die Herstellerschaft des Getränkekartons will die Zeit bis 2030 aktiv nutzen, um die notwendigen Kapazitäten, Prozesse und politischen Rahmenbedingungen zu schaffen. Wir sollten die Phase von 2025 bis 2030 dafür verwenden, die Transformation der Verpackungslandschaft konstruktiv zu gestalten und nicht einfach auf Verordnungen zu reagieren.

Ich bin optimistisch: Ein Verbot des Getränkekartons ist nicht zu erwarten, und die historischen Stärken der Branche, gepaart mit technischer Innovationskraft, geben Anlass zu Zuversicht. Entscheidend wird sein, dass Politik, Recyclingwirtschaft und Hersteller gemeinsam investieren, damit der Sekundärrohstoffmarkt funktioniert und nachhaltige Materialalternativen auch tatsächlich Eingang in die Lebensmittelverpackung finden.

Fazit

Der Getränkekarton ist kein Produkt von gestern. Er ist leicht, schützt Lebensmittel und ist weitgehend recyclingfähig. Technische Weiterentwicklungen wie aluminiumfreie Kartons und biobasierte Barrieren sind auf dem Vormarsch. Die größte Herausforderung liegt derzeit weniger in der Technik als in den politischen und marktseitigen Rahmenbedingungen: die Ausgestaltung der PPWR, die Schaffung stabiler Sekundärrohstoffmärkte und eine realistische Umsetzung von Maßnahmen gegen Vermüllung.

Wenn wir diese Baustellen aktiv angehen, kann der Getränkekarton weiterhin eine relevante und nachhaltige Verpackungslösung bleiben. Mein Appell an Politik und Industrie lautet: Gemeinsam die Übergangsphase nutzen, um Infrastruktur aufzubauen, Anreize zu setzen und Innovationen in den Markt zu bringen. Dann steht einer erfolgreichen Zukunft des Getränkekartons nichts im Weg.


Weiterführende Informationen und Kontakt

Wenn Sie tiefer in die Themen PPWR, Recyclingkapazitäten oder neue Barrierematerialien eintauchen möchten, bieten wir gerne weiterführende Informationen an. Unser Verband stellt technische Hintergrundpapiere, Studien und Praxisbeispiele zur Verfügung, die die im Beitrag angesprochenen Punkte vertiefen.

Interessierte Unternehmen, Politikvertreter und Journalisten können sich an unsere Geschäftsstelle wenden, um Unterlagen anzufordern oder an Fachgesprächen teilzunehmen. Gemeinsam lassen sich konkrete Schritte planen, um die Transformation hin zu kreislauffähigen Getränkekartons zu beschleunigen.

Kontaktieren Sie uns für Materialien, Termine oder Kooperationen — so können wir gemeinsam die nächsten Schritte gestalten.

 

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In einem Interview für Packaging Journal auf der Fachmesse in Nürnberg habe ich über ein Thema gesprochen, das mir bei Henkel besonders am Herzen liegt: die tatsächliche Recyclingfähigkeit faserbasierter Verpackungen. Ich bin Maresa Zimmermann von Henkel Adhesive Technologies und verantworte dort die Frage, in welchen Anwendungen unsere Klebstoffe am Ende des Lebenszyklus tatsächlich recycelbar sind. In diesem Beitrag fasse ich unsere Erkenntnisse zusammen, erkläre, warum Klebstoffe eine größere Rolle spielen als viele denken, und zeige auf, wie wir bei Henkel mit einem eigenen Prüfzentrum in Düsseldorf Hersteller unterstützen, PPWR‑konforme Verpackungen zu entwickeln.

Warum faserbasierte Verpackungen nicht automatisch nachhaltig sind

Faserbasierte Verpackungen genießen einen guten Ruf: „Papier = grün“ ist eine weitverbreitete Annahme. Doch Nachhaltigkeit ist vielschichtig. Sie umfasst nicht nur das Material selber, sondern auch die Rohstoffherkunft, den CO2‑Fußabdruck in Produktion und Nutzung, Wiederverwendbarkeit und schließlich die tatsächliche Rückführung in einen Recyclingkreislauf.

Wichtig ist der Unterschied zwischen formaler und praktischer Recyclingfähigkeit. Genau hier liegt eine der größten Missverständnisse: Ein Material kann sich theoretisch recyceln lassen, in der Praxis aber nie wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden — sei es weil Konsumentinnen und Konsumenten unsicher sind, in welchen Behälter die Verpackung gehört, oder weil Sortierverfahren und Papierwerke das Material nicht korrekt erkennen und zuordnen.

„A package may be formally recyclable, but practically never recycled.“

Diese prägnante Formulierung aus unserem Whitepaper bringt das Problem auf den Punkt: Die Deklaration „recycelbar“ ist nicht automatisch ein Garant für tatsächliches Recycling.

Die Rolle von Klebstoffen: klein in der Menge, groß in der Wirkung

Als Klebstoffhersteller beschäftigen wir uns mit einem oft unsichtbaren, aber kritischen Baustein jeder Verpackung: den Klebstoffen. Zwar machen sie prozentual nur einen sehr kleinen Anteil an der Gesamtstruktur aus und sind häufig in Zwischenlagen verborgen — dennoch können sie über die gesamte Recyclingfähigkeit entscheiden.

Konkret betrifft das zum Beispiel Fälle, in denen verschiedene Materialien miteinander verbunden werden. Ein Klebstoff kann verhindern, dass diese Materialien während des Aufschluss‑ und Reinigungsprozesses im Papierwerk getrennt werden. Rückstände, Klebstoffanteile oder nicht abtrennbare Verbunde führen dazu, dass Fasern verunreinigt werden, die Qualität der Rezyklate sinkt oder das Material sogar vollständig aus dem Recyclingstrom aussortiert wird.

Was wir tun: getestete, nachgewiesene Klebstofflösungen

Wie wir prüfen: Veröffentlichung, Normen und der praktische Testablauf

Um verlässliche Aussagen treffen zu können, folgen wir etablierten Prüfverfahren. Für faserbasierte Verpackungen arbeiten wir nach dem CP‑Evergreen‑Ansatz — einem aktuell anerkannten Branchenstandard zur Bestimmung der Recyclingfähigkeit von Papierverpackungen. Dabei rekonstruieren wir zentral die Prozesse, wie sie in Papierfabriken stattfinden.

Der Prüfablauf lässt sich vereinfacht so beschreiben:

  1. Mechanisches Aufschließen (Pulping): Die Verpackungsstruktur wird in einer wässrigen Aufschlussphase aufgelöst, ähnlich wie im Altpapierprozess der Papierfabrik.
  2. Analyse des Waschwassers: Partikel, Klebstoffreste und andere Verunreinigungen werden im Waschwasser identifiziert und quantifiziert.
  3. Herstellung eines Testbogens: Aus den aufbereiteten Fasern wird ein sogenannter Testbogen geformt.
  4. Prüfung des Testbogens: Es werden sowohl quantitative als auch qualitative Kriterien geprüft: Fasersatz/Ausbeute (wie viel nutzbare Faser bleibt), sichtbare Verunreinigungen (visual impurities), Klebrigkeit (stickiness) und die Eignung der Fasern für einen weiteren Recyclingzyklus.

Wichtig ist, dass nicht nur die Menge an Faserzuwachs zählt, sondern auch die Qualität dieser Fasern: Können sie nochmal in einem Papierprodukt eingesetzt werden oder sind sie durch Rückstände und Schäden unbrauchbar?

Herausforderungen in der Praxis

Bei der zunehmenden Verlagerung von Verpackungen von Kunststoff auf Papier entstehen neue Anforderungen an faserbasierte Verpackungen. Verbraucher erwarten, dass hochwertige Produkte — etwa Kaffee, Käse oder empfindliche Lebensmittel — genauso sicher und lange haltbar verpackt sind wie mit Kunststoff. Das führt zu komplexen Materialkombinationen und hohen Anforderungen an Barrieren und Dichtheit.

Typische Herausforderungen sind:

Allerdings ist auch klar: Es gibt bereits zahlreiche positive Lösungsansätze. Für manche Bereiche wie Kaffee sehen wir funktionierende faserbasierte Lösungen. Andere, wie bestimmte Käseverpackungen, waren lange für unmöglich gehalten — und entwickeln sich gerade weiter. Fortschritte bei Barriereschichten und neuen Beschichtungsprinzipien können hier in den nächsten Jahren große Wirkung entfalten.

PPWR: regulatorischer Rahmen und die Bedeutung von „PPWR‑ready“

Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) ist ein zentraler Treiber für Veränderungen in der Verpackungsbranche. Sie schreibt vor, dass bis 2030 bestimmte Vorgaben zur Recyclingfähigkeit eingehalten werden müssen. Konkret verweist Artikel 6 auf die Verpflichtung, recyclingfähige Verpackungen auf den Markt zu bringen. Das bedeutet für Hersteller und Zulieferer: Recyclability ist kein optionales Marketingargument mehr, sondern eine gesetzliche Anforderung.

Darüber hinaus steigen die Anforderungen an Recyclingquoten und die Qualität der Rückführung — die Schwellenwerte und Ambitionen werden weiter angehoben. Unternehmen müssen also heute schon „PPWR‑ready“ denken, damit Produkte in ein paar Jahren nicht nachträglich neu konzipiert werden müssen.

Früh testen, teuer neu entwickeln vermeiden

Einer der wichtigsten Punkte, den ich mitgebe: Testen Sie früh in der Entwicklungsphase. Wenn Klebstoffe, Beschichtungen und Materialverbunde erst am Ende eines langen Entwicklungsprozesses geprüft werden, kann ein negatives Prüfergebnis massive Konsequenzen haben — im schlimmsten Fall aufwendige Neuentwicklungen und Verzögerungen.

Deshalb bieten wir bei Henkel unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, bereits während der Entwicklungsphase Prüfungen in Düsseldorf durchzuführen. Das spart Zeit, Kosten und sichert gleichzeitig, dass Produkte später den Anforderungen entsprechen.

Praktische Tipps für Design‑for‑Recycling

Was sollten Marken, Designer und Entwickler konkret beachten? Hier eine kompakte Checkliste:

Blick nach vorn: Was erwarte ich bis 2027?

In drei Jahren wünsche ich mir, dass Recyclingfähigkeit nicht mehr als Alleinstellungsmerkmal beworben wird, sondern zur Norm geworden ist. Das heißt: Die Kennzeichnung „recycelbar“ wird verbindlicher und belegbar, und die Diskussion verschiebt sich zu weiteren Aspekten der Kreislaufwirtschaft — etwa CO2‑Bilanz, Rezyklatanteil, Wiederverwendungskonzepte und höhere Qualitätsanforderungen an Rezyklate.

Wir bei Henkel sehen uns auf diesem Weg als Partner der gesamten Wertschöpfungskette: Wir entwickeln Klebstoffe, testen Anwendungen und arbeiten mit Kunden zusammen, damit Verpackungen nicht nur einen nachhaltigen Look haben, sondern tatsächlich in den Kreislauf zurückgeführt werden können.

Whitepaper, Prüfangebot und Kontakt

Unser Whitepaper fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und gibt Orientierung für Designer, Hersteller und Marken. Es steht zum Download bereit und erläutert die Prüfmethodik sowie praktische Beispiele und Empfehlungen für Design‑for‑Recycling.

Wenn Sie Interesse haben, Ihre Verpackung oder Klebstoffanwendung testen zu lassen oder wissen möchten, ob Ihre Konstruktion PPWR‑konform ist, erreichen Sie uns über die üblichen Kanäle. Nutzen Sie die Möglichkeit, Entwicklungen frühzeitig zu validieren — das spart Zeit und sichert den Markterfolg Ihrer nachhaltigen Verpackungslösungen.

Fazit

Recyclability ist kein Selbstläufer. Faserbasierte Verpackungen haben großes Potenzial, aber nur wenn Materialwahl, Klebstoffe, Beschichtungen und Design zusammenspielen und auf die realen Abläufe in Sortieranlagen und Papierwerken abgestimmt sind. Bei Henkel investieren wir in Prüfkapazitäten und Kooperationen, um frühzeitig Klarheit zu schaffen und praktikable Lösungen zu liefern. Lassen Sie uns die Transformation hin zu echten Kreislauflösungen gemeinsam gestalten — technisch fundiert, praxisnah und zukunftsorientiert.


Weitere Ressourcen und Kontakt

Wenn Sie das erwähnte Whitepaper herunterladen oder unser Prüfangebot in Düsseldorf nutzen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anfrage. Unser Team beantwortet gern Fragen zur Prüfmethodik, zu Design‑for‑Recycling oder zu PPWR‑konformen Lösungen.

Kontaktieren Sie uns über die üblichen Kanäle oder über Ihr regionales Henkel‑Kundencenter, um einen Termin für Tests zu vereinbaren oder spezifische Fragen zu klären.

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We are the project consortium behind BioReCer, an EU-funded Horizon Europe innovation action led by CETAQUA and coordinated with support from nova-Institut GmbH. In our final multi‑stakeholder meeting we presented the project’s key achievements: a comprehensive sustainability and circularity framework for biological feedstocks, a practical guideline to integrate that framework into existing certification schemes, a socio‑economic analysis on certification uptake, and a working, mobile‑first ICT application — the BioReCer IC Tool (the „BIT“) — that supports traceability, self‑assessment and digital product passports. This article summarizes our results, the evidence that emerged from stakeholder dialogues and experiments, and the feedback we received from certification bodies, industry and consumer representatives.

Why BioReCer: the problem we set out to solve

Europe has large quantities of biomass and secondary raw materials that remain under‑utilized. These biological resources — sewage sludge, agro‑waste, fruit residues, forest sub‑products and industrial organic by‑products — can be valuable inputs for circular bioeconomy value chains. Yet the full potential is blocked by fragmented information, limited traceability and insufficient, non‑harmonized assessment methods and indicators. The consequence: buyers, certifiers and consumers struggle to distinguish credible bio‑based products from greenwashing claims. BioReCer was created to address exactly that gap: to strengthen certification schemes, to provide measurable indicators for sustainability and circularity, and to develop digital tools that make traceability and trust practicable.

Project scope and demonstration sites

Over three years the consortium — composed of research centres, universities, private companies, certification bodies and communicators across seven countries — tested the framework and tools in four demonstrative regions. Each case study covers distinct feedstocks and regional value chains:

These pilots validated the framework across diverse contexts and supported the development of datasets and indicators that are relevant and operational for different sectors.

The BioReCer assessment framework: what it covers

The BioReCer framework is a multi‑dimensional assessment and traceability model designed for biological feedstocks. It combines three pillars — environmental, socio‑economic and circularity — and translates them into a structured set of principles, criteria and requirements. In total the framework contains 52 requirements categorized into basic (mandatory minimums) and advanced (performance‑raising actions) levels.

The framework is not a stand‑alone label. It is deliberately designed to be integrated with existing certification schemes so they can assess biological feedstocks consistently, with quantitative circularity indicators (mass balances, reuse rates, life‑cycle relevant metrics) as well as governance and organizational criteria.

„Stakeholders — consumers, industry and experts — converged on one clear priority: companies should measure their carbon emissions and have a reduction plan in place.“ — key finding from our socio‑economic study

Key outputs: mapping, indicators and public resources

Deliverables from the project include a pan‑European mapping of biomass flows (what residues exist and where they move), a validated set of circularity indicators, and the integration guidance material for certification schemes. All public deliverables, datasets and the standards mapping are available on Zenodo and on the project website for download and re‑use.

Socio‑economic research that guided our approach

To understand whether changes in certification requirements would be effective and acceptable, Unitelma Sapienza led a multi‑method socio‑economic study:

These findings guided the priority features in the BIT and informed the emphasis on carbon disclosure, traceability and consumer‑facing indicators.

Integrating the framework into existing schemes: practical guidance

Meo Carbon Solutions led the benchmarking of more than 10 existing certification schemes (including ISCC, RSB, FSC and MSC) against the BioReCer requirements. The result is a practical guidance document composed of three components aimed at different users:

  1. Integration guideline — step‑by‑step advice for a certification scheme to benchmark its current standard against the BioReCer requirements and choose an integration strategy;
  2. Verification guidance — detailed descriptions of each requirement, the associated circularity indicators, calculation approaches and suggested evidence for auditors to look for;
  3. Audit checklist — an auditor‑ready tool to record findings and verify conformance to basic and advanced requirements during field audits.

Schemes can select one of two integration approaches: add‑on (use BioReCer as a supplementary module) or add‑in (incorporate BioReCer requirements into core standards). Integration requires updating standards, reporting templates and audit procedures, and training auditors and certifying bodies. Pilot assessments with ISCC Plus and real companies in wastewater and agricultural sectors informed the guidance and confirmed feasibility for many requirements.

The BioReCer IC Tool (BIT): live, mobile‑first, and practical

EGM developed the BIT as a secure, mobile‑first web application designed for three main audiences — producers and companies, certification bodies, and curious citizens/consumers. The platform is underpinned by a modern data infrastructure (NGSI‑LD context broker) for real‑time updates, but the front‑end is deliberately simple and task‑oriented.

The BIT contains three flagship modules:

Additional technical features: the BIT supports automated updates via APIs, IoT sensor feeds or periodic Excel imports; default privacy settings keep data private until a user chooses to publish; an administrative interface allows creation of use cases and archetypes; and QR codes and mass balance visualisations enable practical, on‑the‑ground traceability. Current limitation: document upload (for supporting evidence and certificates) is not yet implemented and was raised as a priority for the next development phase.

What we heard in the expert roundtable: strengths, barriers and next steps

Our roundtable gathered voices from certification bodies (Din Certco), industry (Braskem), environmental agencies (Environment Agency Austria), consumer organizations (EEKE), and standard‑support bodies (ISEAL). Key points:

Recommendations coming out of the meeting

To maximise adoption and impact, we propose the following priorities for the next phase (and for scheme owners, certifiers and policy makers):

  1. Enable document upload and audit linkage — allow certificates, audit reports and supporting evidence to be attached and verified by certifiers in the BIT.
  2. Publish a transparent methodology handbook — clearly document LCA assumptions, allocation rules, emission factors and calculation steps used for the indicators so users (including policy makers) can interpret values correctly.
  3. Add a scheme‑credibility layer — integrate existing benchmarking frameworks (e.g. ISEAL‑informed criteria) so users can compare the trustworthiness and scope of different certification schemes.
  4. Offer technical support and training — provide onboarding for SMEs and certification bodies, plus a helpdesk to ease early adoption.
  5. Promote interoperability — continue building API‑first connectors so the BIT can exchange data with other registries, supply‑chain platforms and forthcoming EU digital product passport systems.
  6. Engage in outreach & policy alignment — collaborate with national agencies, Nova Institute networks and EU projects to align timelines and avoid overburdening SMEs as new EU regulations roll out.

Where to find resources and how you can get involved

All public reports, datasets and the standards mapping are available on our project pages and the BioReCer Zenodo repository. If you work in a bio‑based value chain, consider:

Concluding thoughts

BioReCer demonstrates that pragmatic, evidence‑based improvements to certification (clear requirements, measurable indicators and integrated digital tools) can materially increase trust in bio‑based products. Our socio‑economic work shows that consumers reward certified bio‑based goods through higher willingness to pay and lower perceived risk. Our integration guidance proves that certification schemes can absorb BioReCer requirements either as add‑on modules or through mainstream revision. And the BIT shows a practical path to operationalise traceability and transparency across complex value chains.

We close by inviting stakeholders — standards bodies, certifiers, companies, auditors, policymakers and consumers — to use the resources, test the tool and help shape the next generation of certification and digital traceability for a credible, circular bioeconomy.

Project resources: visit https://biorecer.eu and the BioReCer Zenodo community for deliverables, datasets and the practical guidance document.

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Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr nur ein Schlagwort – sie ist eine Verpflichtung und eine Chance zugleich, unsere Welt besser zu gestalten. Doch oft beginnen nachhaltige Lösungen im Kleinen, an unerwarteten Stellen, die auf den ersten Blick unscheinbar erscheinen. Ein solches Beispiel ist das Etikett, das auf nahezu jeder Verpackung zu finden ist. Kaum jemand denkt daran, dass gerade dieses kleine Element eine entscheidende Rolle dabei spielen kann, Recyclingfähigkeit und Wiederverwendbarkeit von Verpackungen maßgeblich zu verbessern.

HERMA, ein europaweit agierendes Unternehmen mit Sitz in Filderstadt, hat sich genau dieser Herausforderung angenommen. Als Anbieter hochwertiger Selbstklebetechnik für Verpackungs- und Produktkennzeichnung arbeitet HERMA daran, Etiketten nachhaltiger zu gestalten und so den Kreislaufgedanken in der Verpackungsindustrie voranzutreiben. In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die Nachhaltigkeitsstrategie von HERMA, die technischen Innovationen und die Zukunftsvisionen des Unternehmens – und warum das Etikett oft nicht das Problem, sondern die Lösung für mehr Nachhaltigkeit ist.

HERMA: Ein Unternehmen mit Verantwortung und Innovationsgeist

Mit über 1100 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 430 Millionen Euro zählt HERMA zu den führenden Anbietern von Selbstklebetechnik in Europa. Doch das Unternehmen sieht sich nicht nur als Produzent von Etiketten und Etikettiermaschinen, sondern auch als aktiver Gestalter einer nachhaltigen Zukunft.

Markus Kablowski, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei HERMA, beschreibt die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die das Unternehmen im Jahr 2022 verabschiedet hat. Diese Strategie umfasst nicht nur die eigenen Betriebsprozesse, sondern auch das gesamte Produktportfolio und die Lieferkette. Das Ziel ist klar definiert: Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß des Unternehmens um 42 % reduziert werden, in der Lieferkette um 25 %.

Diese ambitionierten Ziele zeigen, wie ernst HERMA die Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft nimmt. Dabei geht es nicht nur um die Reduktion von Emissionen, sondern auch darum, die Kreislaufwirtschaft aktiv zu unterstützen. Denn gerade im Bereich der Verpackungen, die oft als Umweltproblem wahrgenommen werden, können Etiketten eine Schlüsselrolle spielen.

Das Etikett als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft

Oft wird das Etikett als störender Faktor im Recyclingprozess angesehen – ein Hindernis, das die Wiederverwertung erschwert. Doch HERMA beweist, dass das Gegenteil der Fall ist: Das Etikett kann die Recyclingfähigkeit einer Verpackung sogar verbessern.

Wie funktioniert das? Ein Etikett kann so gestaltet sein, dass es den Recyclingprozess unterstützt. Beispielsweise kann der Klebstoff auf der Rückseite des Etiketts so entwickelt werden, dass er sich leicht abtrennen lässt, ohne das Material der Verpackung zu verschmutzen. Dadurch bleibt der Verpackungskörper, etwa eine Shampooflasche, rein und kann ohne Qualitätsverlust wiederverwertet werden.

„Das Etikett ist nicht das Problem, sondern die Lösung.“ – Markus Kablowski, HERMA

Darüber hinaus entwickelt HERMA kompostierbare, ablösbare und recyclingfreundliche Etiketten sowie innovative Systeme wie „InNo-Liner“, bei denen komplett auf Trägermaterial verzichtet wird. Solche Innovationen reduzieren den Materialverbrauch und erleichtern die Wiederverwertung erheblich.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Druckfarbe auf dem Etikett. Diese kann so gewählt werden, dass sie den Recyclingprozess nicht beeinträchtigt. Gemeinsam mit der passenden Klebstofftechnologie entsteht so ein Produkt, das den gesamten Recyclingkreislauf unterstützt und nicht behindert.

Technische Lösungen für eine bessere Recyclingfähigkeit

Die Recyclinganlagen müssen die Etiketten sauber abtrennen können, damit sie in den richtigen Recyclingstrom gelangen. HERMA beobachtet und unterstützt die Entwicklung solcher Anlagen aktiv. Erste Recyclinganlagen, die Etiketten in einen separaten Recyclingstrom führen, sind bereits in Betrieb und werden in Kürze offiziell vorgestellt.

Diese technische Machbarkeit ist ein wichtiger Meilenstein. Denn Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Frage guter Absichten, sondern auch der industriellen Umsetzbarkeit. HERMA arbeitet deshalb intensiv daran, Lösungen zu schaffen, die sowohl aus technologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht praktikabel sind.

Nachhaltigkeit in der Produktion: Vom fossilen Brennstoff zu 100 % Ökostrom

HERMA betrachtet Nachhaltigkeit ganzheitlich und setzt nicht nur auf nachhaltige Produkte, sondern auch auf nachhaltige Produktionsprozesse. Ein zentraler Hebel ist dabei der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien.

Der gesamte Stromverbrauch an allen HERMA-Standorten weltweit wird bereits zu 100 % aus Ökostrom gedeckt. Das ist ein bedeutender Schritt, der zeigt, dass nachhaltiges Wirtschaften praktisch umsetzbar ist. Um noch weiter zu gehen, wird aktuell eine große Strominfrastruktur am Standort Filderstadt ausgebaut, um die Versorgung mit erneuerbarer Energie zukunftssicher zu gewährleisten.

Biomasseverbrennung kommt aufgrund der Nähe zu Wohngebieten nicht in Frage, daher ist der Fokus klar auf Ökostrom gerichtet. Auch die Auswahl des richtigen Stromanbieters und die Qualität des Stroms stehen dabei im Fokus.

Materialreduktion und Recycling: Die Nachhaltigkeitspyramide bei HERMA

Nachhaltigkeit ist kein Ziel, das man mit einem einzigen Schritt erreicht, sondern ein Prozess, der verschiedene Ebenen umfasst. HERMA orientiert sich an einer Nachhaltigkeitspyramide, die mit dem „Reduce“-Ansatz beginnt.

Durch diese mehrstufige Herangehensweise kann HERMA eine nachhaltige Produktentwicklung gewährleisten, die sich sowohl auf die Umwelt als auch auf die wirtschaftliche Machbarkeit konzentriert.

Nachhaltigkeit als Verantwortung – Für heute und die Zukunft

Nachhaltigkeit ist für HERMA nicht nur ein Marketingbegriff, sondern eine Frage der Gerechtigkeit und Verantwortung. Markus Kablowski betont, dass es um eine globale Gerechtigkeit geht, die Ressourcenverteilung auf der Erde fairer zu gestalten und gleichzeitig die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu sichern.

„Es geht um eine regionale, eine globale Gerechtigkeit, die Verteilung auf unserem Erdball einfach gleichmäßiger hinzubekommen und auf der anderen Schiene in der Zeitachse zu schauen, dass für unsere Kinder und Kindeskinder tatsächlich auch noch was an Material übrig bleibt und unser Klima noch so ist, dass wir tatsächlich auch entspannt leben können.“

Diese Haltung spiegelt sich in der Unternehmenspolitik und in den konkreten Nachhaltigkeitszielen wider. HERMA ist sich seiner Rolle als Marktführer bewusst und nimmt diese Verantwortung ernst.

Blick in die Zukunft: HERMA 2030 und darüber hinaus

Die Nachhaltigkeitsstrategie von HERMA ist langfristig ausgelegt. Bis 2030 sollen alle Folien, die das Unternehmen produziert, einen hohen Recyclinganteil aufweisen. Wasch-off-Release-Etiketten, die das Recycling unterstützen, sollen zum Standard werden. Zudem wird erwartet, dass die Emissionen des Unternehmens bis dahin um die Hälfte reduziert sind.

Für 2040 hat HERMA sich das Ziel der Carbon Neutrality (Net Zero) gesetzt. Das bedeutet, den eigenen CO2-Fußabdruck fast vollständig zu eliminieren und verbleibende Emissionen durch sinnvolle Kompensationsmaßnahmen auszugleichen. Auch die Lieferanten sollen auf diesem Weg mitgenommen werden, um den CO2-Fußabdruck der bezogenen Materialien so gering wie möglich zu halten.

Dabei steht fest: Nachhaltigkeit darf nicht auf Kosten der Produktqualität gehen. HERMA will und wird Lösungen bieten, die sowohl ökologisch als auch qualitativ überzeugen.

Fazit: Etiketten als unterschätzte Helden der Nachhaltigkeit

Die Reise zur Nachhaltigkeit ist komplex und erfordert das Zusammenspiel vieler Faktoren – von der Materialwahl über Produktionsprozesse bis hin zu innovativen Technologien. HERMA zeigt eindrucksvoll, wie ein Unternehmen mit Weitblick und Innovationskraft einen wichtigen Beitrag leisten kann.

Das Etikett, oft als kleines Detail übersehen, wird hier zum Vorreiter für nachhaltige Verpackungslösungen. Es trägt nicht nur Informationen, sondern auch Verantwortung – für eine Kreislaufwirtschaft, die unsere Umwelt schont und Ressourcen schont.

Mit klaren Zielen, technischen Innovationen und einer tiefen Verpflichtung zu Nachhaltigkeit setzt HERMA Maßstäbe, von denen andere Unternehmen lernen können. Die Zukunft der Verpackungsindustrie wird nachhaltiger – und das beginnt oft mit dem Etikett.

Wer mehr über die Nachhaltigkeitsstrategie von HERMA erfahren möchte, findet weiterführende Informationen auf der Unternehmenswebsite: herma.de/unternehmen/profil/nachhaltigkeit/.

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Published on: June 12, 2024

Discover the latest advancements in sustainable packaging through an insightful session hosted by Paul Jenkins, Managing Director of ThePackHub. This article explores key innovations in carbon reduction packaging, featuring expert insights from Dirk Endlich and Ali Siddiqui of Elopak. These industry leaders share how fiber-based packaging solutions and other innovations are driving significant environmental benefits across various sectors.

Watch the full video on ThePackHub YouTube channel: Carbon Reduction Packaging Innovations

Table of Contents

About the Speaker

Paul Jenkins is the Managing Director of ThePackHub, a leading UK Packaging Innovation consultancy. With nearly a decade of experience curating packaging innovations worldwide, Paul offers an authoritative perspective on sustainable packaging trends and technologies. His expertise is complemented by insights from Dirk Endlich, Vice-President of Elopak’s P2C division, and Ali Siddiqui, Senior Key Account Manager at Elopak, who bring deep knowledge in fiber-based packaging and carbon reduction strategies.

Summary of Key Themes

Unique Insights and New Information

This session stands out by juxtaposing traditional lightweighting efforts—such as the Champagne Telmont bottle—with transformative carbon reduction solutions like Elopak’s DPAC fiber cartons that offer up to 78% lower carbon footprints. Unlike many discussions limited to concept or pilot phases, this webinar showcases wide-ranging, market-ready innovations impacting diverse industries. The video uniquely combines technical data, consumer insights, and practical implementation strategies, providing a holistic view of sustainable packaging evolution.

Applying the Knowledge

Brands, manufacturers, and sustainability professionals can leverage insights from this session to make informed packaging decisions that align with environmental goals and consumer expectations. Whether considering lightweight glass bottles, recyclable airless beauty bottles, or fiber-based cartons for home care products, the examples and data provide actionable guidance for reducing carbon footprints while maintaining product integrity and market appeal.

Important Keywords

Carbon reduction, sustainable packaging, lightweighting, fiber-based cartons, recyclability, plastic reduction, refillable packaging, bioplastics, circular economy, packaging innovation, Elopak, DPAC cartons, carbon footprint, home and personal care packaging.

Main Points Explored in the Webinar

1. Innovations Across Multiple Sectors Drive Carbon Reduction

The webinar highlights a broad spectrum of packaging innovations targeting carbon reduction. For example, Champagne Telmont introduced the world’s first ultra-lightweight standard champagne bottle, reducing the bottle weight from 835 grams to 800 grams, cutting carbon emissions by 4% per bottle without compromising quality or pressure resistance. This innovation, debuting in the U.S. on Earth Day 2025, exemplifies lightweighting challenges in sectors where packaging weight is perceived as a quality indicator.

Champagne  Telmont  ultra-lightweight  champagne  bottle  innovation

In the beauty sector, Abta Beauty and La Baratoire SVR launched recyclable airless bottles made from post-consumer recycled plastic designed to protect sensitive formulations while reducing CO2 emissions through in-house assembly. L’Oreal’s push for refillable packaging across its brand portfolio demonstrates a strategic approach to reduce packaging intensity and material impact by replacing traditional packaging with lower-footprint alternatives.

Recyclable  airless  bottles  in  beauty  sector

Pet care also sees innovation with Nestlé Purina Petcare’s recyclable canisters made entirely from mechanically recycled PET, expected to eliminate over 500 metric tons of virgin plastic annually, and reduce CO2 emissions by 694 metric tons.

2. Elopak’s Fiber-Based DPAC Cartons: A Game-Changer in Home and Personal Care Packaging

Dirk Endlich and Ali Siddiqui introduce Elopak’s DPAC cartons, emphasizing their low plastic content and high renewable fiber content. For instance, a one-liter DPAC carton contains only 8.9 grams of plastic—mostly in the lining, spout, and closure—compared to 70 grams in a typical HDPE bottle and 45 grams in a PET bottle. This represents an 80-90% reduction in plastic use.

Comparison  of  plastic  content  in  DPAC  cartons  and  plastic  bottles

Additionally, the square footprint of DPAC cartons enhances palletization and logistics efficiency, allowing more than twice the volume per truckload compared to HDPE bottles, and outperforming plastic pouches. This combination of reduced plastic and optimized logistics leads to a significantly lower carbon footprint.

Independent life cycle assessment by Anthesis revealed that DPAC cartons have a 78% lower carbon footprint than polypropylene bottles and 36% lower than plastic monolayer pouches, positioning DPAC cartons as a superior sustainable packaging solution.

Carbon  footprint  comparison  of  DPAC  cartons  vs  plastic  bottles  and  pouches

3. Market Adoption and Consumer Acceptance

Though fiber-based cartons are less common in home and personal care categories, they have gained strong traction in Scandinavian markets, with brands offering a broad size range from 500 ml to 2 liters. Notable adopters include Unilever’s Persil and Comfort brands in the UK, and Ferrimax in Spain, demonstrating expanding acceptance and market availability.

DPAC  cartons  on  Scandinavian  supermarket  shelves

Consumer studies indicate familiarity with carton packaging from milk and juice categories, with positive acceptance for personal care products. This opens opportunities for brands to differentiate their products and meet sustainability goals simultaneously.

4. Recyclability and Regulatory Trends

Elopak cartons are designed to be recyclable, with collection infrastructure already established in many regions. In the UK, 69% of local authorities collect cartons via household recycling, with another 25% offering bring banks. Upcoming legislation (Simpler Recycling) mandates carton collection by 2026, promising near-universal recycling access.

Recycling processes separate fiber from plastic and aluminum layers, repurposing fibers in new paper products and plastics and aluminum into new materials, achieving almost 100% recycling rates in countries like Germany.

5. Cost and Logistics Benefits of Carton Packaging

Cartons are delivered flat to production facilities, allowing roughly 20,000 units per pallet compared to 800 plastic bottles, drastically reducing transportation volume and costs. Post-filling, cartons also offer 50% more product volume per transport pallet than plastic bottles, lowering outbound logistics expenses.

Considering total cost of ownership (TCO), carton packaging often provides a financial advantage over plastic alternatives when factoring in logistics, recycling, and sustainability benefits.

6. Future Developments: Paper Closures and Enhanced Barriers

Elopak is actively developing paper-based closures for both food and personal care cartons to further reduce plastic use and carbon emissions. While only 5% of current SKUs require aluminum barriers, improvements in polyethylene barriers are expected to eliminate the need for aluminum in most cases without compromising shelf life.

7. Addressing Accessibility and Co-Packing

Accessibility is a recognized challenge in packaging design. Elopak tests closures extensively to ensure ease of use across age groups, including seniors and children. Isolated incidents of difficult openings are addressed individually.

For startups and small brands, Elopak offers co-packing solutions through qualified partners in Europe, enabling access to sustainable carton packaging without large-scale investment in filling equipment.

Frequently Asked Questions (FAQs)

  1. What are the key themes of the video?
    The video explores carbon reduction innovations in packaging, focusing on lightweighting, plastic reduction, fiber-based cartons, recyclability, and market adoption across sectors.
  2. What new information does this video provide compared to existing content?
    It provides concrete data on carbon footprint reductions from DPAC cartons, real-world examples of adoption, and insights into the logistics and recyclability infrastructure supporting sustainable packaging.
  3. What makes this video unique?
    The integration of technical, consumer, and regulatory perspectives with detailed case studies across diverse industries offers a comprehensive and practical view of sustainable packaging innovation.
  4. How can viewers apply the information shared?
    Brands can evaluate the benefits of switching to fiber-based cartons or other innovations, understand cost and logistics implications, and prepare for evolving recycling regulations.

Summary and Final Thoughts

This comprehensive overview of carbon reduction packaging innovations underscores the importance of multi-sector collaboration and innovation to meet environmental challenges. From Champagne Telmont’s lightweight bottle to Elopak’s revolutionary DPAC cartons, the packaging industry is evolving rapidly towards more sustainable, recyclable, and lower-carbon solutions.

The main message is clear: sustainable packaging is not just a trend but a necessity, and fiber-based cartons represent a powerful tool for brands to significantly reduce their environmental impact while maintaining product quality and consumer appeal.

This video is essential viewing for packaging professionals, sustainability managers, brand owners, and anyone interested in the future of eco-friendly packaging solutions.

Key Figures and Resources

Figure/Link Description
Champagne Telmont Bottle Ultra-lightweight champagne bottle reducing weight by 35g, cutting carbon emissions by 4% per bottle. (Timestamp: 03:02)
Elopak DPAC Carton Plastic Content One-liter DPAC carton contains 8.9g plastic vs 70g in HDPE bottles, enabling 80-90% plastic reduction. (Timestamp: 21:04)
Carbon Footprint Comparison DPAC cartons have 78% lower carbon footprint than polypropylene bottles and 36% lower than plastic pouches. (Timestamp: 26:08)
ThePackHub YouTube Channel Official channel hosting the webinar and other packaging innovation content.
Dirk Endlich LinkedIn Connect with Elopak’s VP for insights and queries about fiber-based packaging.

Ready to dive deeper into carbon reduction packaging innovations? Watch the full video here: Carbon Reduction Packaging Innovations. Don’t forget to share your thoughts in the comments below and subscribe to our blog for more in-depth analyses like this!

This article was created from the video Carbon reduction packaging innovations with the help of AI.

Editor’s choice:

Company name, countryXampla ltd., UK
EU projectn.a.
Rawmaterial/basisPlant-based polymers
BrandnameMorro
BiobasedYES
Fossil based freeYES
ApplicationCoatings, edible films, soluble films, microcapsules for food/cosmetics
Sustainability screening: biodegradable, home compostable, recyclable
PatentYES
What is unique abaout it?World’s first plastic-free materials that are completely biodegradable, home compostable and recyclable. Made from natural plant polymers.

What is the status of the product?
Comercially available products

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Published on: April 24, 2025, Channel: ThePackHub

Speaker: Sam Walker

Sam Walker is the Head of Business Development and Sales at Xampla, a pioneering company focused on sustainable packaging solutions. With over ten years of experience in the field, Sam has been instrumental in driving innovation in materials that replace conventional plastics with plant-based alternatives.

Summary

This webinar dives deep into the complexities of plastic-free packaging, highlighting the importance of avoiding greenwashing, staying ahead of legislation, and overcoming barriers to adopting new materials. With insights from industry experts Sam Walker and Mark Rodriguez Garcia, the session provides practical advice for companies looking to navigate the evolving landscape of sustainable packaging.

FAQs Addressed in the Video

Main Takeaways from the Webinar

Point One: Understanding Plastic-Free Definitions

Mark Rodriguez emphasized the challenge of defining what constitutes plastic. According to the European Commission’s Single Use Plastics Directive, any polymer that has been chemically modified is considered plastic. This definition plays a crucial role in identifying suitable alternatives for packaging.

Mark  Rodriguez  discussing  the  definition  of  plastic

Point Two: The Impact of Consumer Pressure

Consumer awareness has dramatically increased, especially regarding microplastics and their environmental impact. This has led to a surge in legislation aimed at curbing plastic usage. The public’s concern is evident, with a recent study indicating that 58% of respondents are most worried about microplastics, compared to just 12% about landfill issues.

Consumer  concerns  about  plastic  pollution

Point Three: The Role of Transparency and Innovation

Both speakers highlighted the need for transparency in claims made by companies regarding their packaging. As the industry sees a rise in greenwashing, it’s vital for brands to substantiate their claims with validated data. Zampla’s Moro coating exemplifies a commitment to transparency, using natural polymers that have not been chemically modified.

Sam  Walker  discussing  transparency  in  sustainable  packaging

Key Insights Recap

The video emphasizes the importance of credible claims in the plastic-free packaging sector and offers actionable steps for brands to stay compliant with evolving regulations. With rising consumer awareness and legislative pressures, companies must innovate responsibly to meet the demand for sustainable solutions.

Who Should Watch This Video?

This video is ideal for packaging technologists, sustainability professionals, and brand managers looking to enhance their understanding of plastic-free materials and navigate the complexities of sustainable packaging.

Final Note

Zampla – Learn more about their sustainable packaging solutions.

Ready to dive deeper into sustainable packaging? Watch the full video here: ThePackHub. Don’t forget to share your thoughts in the comments below and subscribe to our blog for more in-depth analyses like this!

This article was created from the video How To Future Proof Your Plastic-Free Packaging with the help of AI.

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Willkommen zu einem spannenden Einblick in die Welt der Verpackungsindustrie. In diesem Artikel beleuchten wir die wichtigsten Themen, die die Branche derzeit bewegen. Thomas Reiner, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Verpackungsinstituts (dvi), teilt seine Gedanken zu den Herausforderungen, der Zukunft und den aktuellen Entwicklungen, die die Verpackungswirtschaft betreffen. Lassen Sie uns tiefer eintauchen!

Erwartungen an die Verpackungsindustrie

Die Verpackungsindustrie steht vor enormen Erwartungen. Thomas Reiner bringt es auf den Punkt: „Die Verpackungsindustrie ist buchstäblich auch nur die Verpackung. Das eigentliche Thema sind Konsum, Mensch und Produkte.“ Diese Aussage verdeutlicht die zentrale Rolle, die die Verpackungsindustrie im gesamten Konsumprozess spielt. Die Branche kann leisten, was sie leisten muss, solange die Rahmenbedingungen stimmen.

Es gibt einen klaren Bedarf an Veränderungen und Anpassungen, um den Anforderungen der Verbraucher und der Umwelt gerecht zu werden. Doch die Frage bleibt: Kann die Branche diesen Erwartungen tatsächlich gerecht werden?

Der Arbeitskräftemangel: Eine wachsende Herausforderung

Ein zentrales Thema, das Reiner anspricht, ist der Arbeitskräftemangel. „Früher sprach man von Fachkräftemangel, heute haben wir einen Arbeitskräftemangel“, erklärt er. Es fehlt nicht nur an qualifizierten Fachkräften, sondern zunehmend auch an einfachen Arbeitskräften. Dies stellt die Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Automatisierung wird als Lösung angesehen, doch die Branche kämpft mit Ineffizienz und steigenden Anforderungen.

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Ein Schritt nach vorne?

Ein weiteres wichtiges Thema ist die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die seit kurzem in Kraft ist. Reiner gibt der Verordnung eine Schulnote von 3 minus. „Es gibt eine große Sehnsucht danach, endlich klare Fakten zu haben“, sagt er. In der idealen Welt wären wir eher im Bereich einer 4 oder 5, aber zumindest gibt es jetzt einen ersten Schritt nach vorne.

Die Verordnung wirft viele Fragen auf und bietet nicht immer klare Antworten. Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich an die neuen Vorgaben anzupassen. Reiner betont, dass es wichtig ist, Planungssicherheit zu haben und dass die PPWR zumindest einen ersten Schritt in die richtige Richtung darstellt.

Ein Blick in die Zukunft der Verpackungsindustrie

Was erwartet uns in den nächsten 5 bis 10 Jahren in der Verpackungsindustrie? Reiner ist überzeugt, dass die Themen Umweltschutz, Digitalisierung und der Mensch weiterhin im Vordergrund stehen werden. „Die Themenfelder werden die gleichen sein, da bin ich sicher“, erklärt er.

Die Digitalisierung wird die Branche revolutionieren und die Art und Weise, wie wir Marktwirtschaft betreiben, auf den Kopf stellen. Es wird Unternehmen geben, die Antworten auf die Herausforderungen finden, und diese werden davon profitieren. Diejenigen, die nachlaufen, werden es schwerer haben.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Der Umweltschutz wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen. Unternehmen müssen sich mit den Herausforderungen der Nachhaltigkeit auseinandersetzen und innovative Lösungen finden, um umweltfreundliche Verpackungen zu entwickeln. Die Verbraucher fordern zunehmend nachhaltige Produkte, und die Verpackungsindustrie muss darauf reagieren.

Digitalisierung als treibende Kraft

Die Digitalisierung wird die Verpackungsindustrie grundlegend verändern. Neue Technologien und automatisierte Prozesse werden die Effizienz steigern und die Produktionskosten senken. Unternehmen, die sich frühzeitig anpassen und innovative Lösungen finden, werden im Wettbewerb die Nase vorn haben.

Der Mensch im Fokus

Der Mensch bleibt ein entscheidender Faktor in der Verpackungsindustrie. Die Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter unterstützen und eine positive Arbeitskultur fördern. Nur so können sie die Herausforderungen meistern und die Produktivität steigern.

Pragmatismus und Aktionismus: Der Schlüssel zum Erfolg

Reiner fordert mehr Pragmatismus und Aktionismus in der Branche. Es ist wichtig, dass die Unternehmen schnell handeln und Lösungen finden, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden. „Die Probleme sind für alle gleich, und es wird Leute geben, die Antworten gefunden haben“, sagt er. Timing wird entscheidend sein, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Fazit: Die Verpackungsindustrie im Wandel

Die Verpackungsindustrie steht vor enormen Herausforderungen, aber auch vor großen Chancen. Mit einem klaren Fokus auf Umweltschutz, Digitalisierung und die Förderung einer positiven Arbeitskultur kann die Branche die Erwartungen erfüllen und erfolgreich in die Zukunft gehen. Es liegt an den Unternehmen, proaktiv zu handeln und innovative Lösungen zu finden, um die Herausforderungen zu meistern.


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In der heutigen Zeit stehen Unternehmen in der Verpackungsindustrie vor einer Vielzahl von Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und die Einhaltung von Vorschriften. Die Komplexität der nationalen Anforderungen kann überwältigend sein, aber zum Glück gibt es innovative Lösungen wie die Software von Recyda, die Unternehmen dabei unterstützt, den Überblick zu behalten. In diesem Artikel werden wir die Entstehungsgeschichte von Recyda, die Funktionsweise ihrer Software und die Bedeutung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Verpackungsbranche beleuchten.

Die Entstehungsgeschichte von Recyda

Recyda wurde aus einer zunächst zufälligen Begegnung gegründet. Vivian Loftin, die Co-Gründerin und Managing Director von Recyda, beschreibt, wie sie und ihr Team 2019 bei Futurey zusammenkamen, um an einem Projekt zu arbeiten, das letztendlich zur Entwicklung ihrer Softwarelösung führte. Die ursprüngliche Idee war es, eine „World Map of Recycling“ zu erstellen, die Unternehmen helfen sollte, sich im Dschungel der Verpackungsrichtlinien zurechtzufinden.

Nach wenigen Wochen intensiver Arbeit stellte das Team fest, dass viele Unternehmen mit erheblichen Herausforderungen im Bereich Recycling konfrontiert waren. Dies führte zur Entscheidung, die Softwarelösung weiterzuentwickeln, um Unternehmen zu helfen, die wachsenden regulatorischen Anforderungen zu bewältigen.

Was macht Recyda genau?

Recyda bietet eine zentrale Softwarelösung für das nachhaltige Verpackungsmanagement an. Diese Plattform ermöglicht es Unternehmen, die Recyclingfähigkeit ihrer Verpackungen zu bewerten und zu optimieren. Die Software stellt sicher, dass die Verpackungen den verschiedenen nationalen Vorschriften entsprechen und hilft dabei, die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen zu gewährleisten.

Die Software bietet verschiedene Funktionen, darunter:

Ein klarer Vorteil der Recyda-Lösung ist, dass Unternehmen nicht mehrere verschiedene Lösungen für unterschiedliche Themen benötigen, sondern alles aus einer Hand erhalten. Dies spart Zeit und Ressourcen.

Die Definition von Nachhaltigkeit bei Recyda

Nachhaltigkeit ist ein weit gefasster Begriff, der für verschiedene Unternehmen unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Für Recyda bedeutet Nachhaltigkeit jedoch eine ganzheitliche Betrachtung aller Aspekte der Verpackung. Es reicht nicht aus, eine Verpackung nur als recyclingfähig zu klassifizieren, wenn dies durch den Einsatz von mehr Material erreicht wird.

Das Ziel von Recyda ist es, Unternehmen dabei zu helfen, informierte Entscheidungen zu treffen, indem sie alle relevanten Informationen zur Verfügung stellen. Dazu gehört auch die Reduzierung des Materialeinsatzes, die Verwendung von Rezyklaten und die Berücksichtigung der gesamten Infrastruktur für das Recycling.

Die Herausforderungen der neuen Verpackungsverordnung (PPWR)

Die neue Verpackungsverordnung (PPWR) hat die Verpackungsbranche in den letzten Jahren stark beeinflusst. Diese Verordnung zielt darauf ab, die Recyclingfähigkeit von Verpackungen zu harmonisieren und die gesetzlichen Anforderungen zu standardisieren. Vivian betont, dass dies für Recyda eine enorme Chance darstellt, da der Druck von den Regierungen steigt, sich an diese neuen Standards zu halten.

Die Herausforderung besteht darin, dass Unternehmen nicht nur die neuen Vorgaben erfüllen, sondern auch die spezifischen nationalen Anforderungen berücksichtigen müssen. Recyda hilft Unternehmen dabei, ihre Verpackungen rechtzeitig anzupassen und die erforderlichen Daten zu managen.

Die Rolle der Digitalisierung in der Verpackungsindustrie

Digitalisierung spielt eine entscheidende Rolle in der Verpackungsindustrie, vor allem wenn es darum geht, die Anforderungen an die Datenerfassung und -berichterstattung zu erfüllen. Viele Unternehmen haben erkannt, dass die Transformation ihrer Verpackungsdaten in eine digitale Umgebung eine der Schlüsselstrategien ist, um die Compliance zu gewährleisten.

Die Recyda-Software ermöglicht es Unternehmen, ihre Daten effizient zu verwalten und zu analysieren. Sie bietet Einblicke in die Recyclingfähigkeit und die damit verbundenen Kosten, sodass Unternehmen proaktive Entscheidungen treffen können.

Die Vorteile der Recyda-Software

Die Recyda-Software bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen, die ihre Verpackungen nachhaltig gestalten möchten. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:

Die Software ist so konzipiert, dass sie auch mit unvollständigen Daten arbeiten kann. Unternehmen können ihre vorhandenen Daten hochladen, und die Software identifiziert fehlende Informationen und bietet Empfehlungen zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit.

Das Engagement für Nachhaltigkeit und Innovation

Vivian Loftin betont, dass die Verpackungsindustrie einen Wandel anstrebt. Die Menschen in dieser Branche sind motiviert und bereit, Veränderungen herbeizuführen. Das zeigt sich auf Messen und Konferenzen, wo der Austausch von Ideen und Best Practices gefördert wird.

Die intrinsische Motivation der Akteure in der Verpackungsindustrie ist stark, und viele Unternehmen setzen sich aktiv für nachhaltige Lösungen ein. Recyda ist stolz darauf, Teil dieses Wandels zu sein und Unternehmen dabei zu helfen, ihre Umweltziele zu erreichen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Zukunft der Verpackungsindustrie wird stark von der Digitalisierung und den Anforderungen an die Nachhaltigkeit geprägt sein. Unternehmen, die bereit sind, in neue Technologien und Lösungen zu investieren, werden in der Lage sein, sich erfolgreich an die sich ändernden Vorschriften anzupassen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Vivian äußert den Wunsch, dass mehr Unternehmen den Mut aufbringen, über Pilotprojekte hinauszugehen und in skalierbare Lösungen zu investieren. Dies wird entscheidend sein, um echte Kreislaufwirtschaft zu erreichen und den ökologischen Fußabdruck der Verpackungsindustrie zu reduzieren.

Fazit

Recyda ist ein innovatives Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Verpackungsindustrie nachhaltiger zu gestalten. Mit ihrer Softwarelösung bieten sie Unternehmen die Möglichkeit, die komplexen Anforderungen an die Verpackungseinhaltung zu bewältigen und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Es ist an der Zeit, die Herausforderungen der Verpackungsindustrie anzugehen und gemeinsam an einer nachhaltigeren Zukunft zu arbeiten.

Für Unternehmen, die sich noch nicht mit den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um aktiv zu werden und sich über die Möglichkeiten zu informieren, die Recyda bietet. Der Weg zur Nachhaltigkeit beginnt mit dem ersten Schritt – und der kann mit Recyda einfach und effektiv sein.