Circulaya
Die Print4All kehrt vom 27. bis 30. Mai 2025 auf die Fiera Milano zurück und setzt damit neue Maßstäbe für die Druckindustrie. Als eine der bedeutendsten Messen Europas ist die Print4All weit mehr als nur eine Ausstellung. Sie ist ein Schaufenster für Innovationen, ein Forum für Wissenstransfer und vor allem eine einzigartige Gelegenheit zur Vernetzung innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette der Druck- und Verpackungsbranche. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über die Print4All, was Sie auf der Messe erwartet und warum sie für alle Akteure der Branche ein Muss ist.
Ein Treffpunkt für die gesamte Druck- und Verpackungsbranche
Die Print4All ist eine Messe, die gezielt Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenbringt. Von Maschinenbauern über Markenartikler bis hin zu Druckereien – alle finden hier eine Plattform, um sich auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam die Zukunft der Branche zu gestalten. Der Fokus liegt auf Technologien und Lösungen rund um Verpackungen, Etiketten und Industriedruck. Diese Themen sind aktueller denn je, da Verpackungen zunehmend komplexer und innovativer werden müssen, um den Anforderungen von Nachhaltigkeit, Verbraucherschutz und Marketing gerecht zu werden.
Die Bedeutung der Print4All liegt nicht nur darin, neue Maschinen und Technologien zu präsentieren. Vielmehr ist sie ein Ort, an dem Innovationen greifbar gemacht werden – praxisnah, branchenübergreifend und international. Dieses Ziel wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm unterstützt, das Konferenzen, Workshops und Networking-Events umfasst.
Technologische Innovationen im Mittelpunkt
In der heutigen dynamischen Welt sind Innovationen der Schlüssel zum Erfolg – besonders in der Druck- und Verpackungsbranche. Die Print4All zeigt die neuesten Technologien, die Produktionseffizienz steigern, die Qualität verbessern und gleichzeitig nachhaltige Lösungen fördern. Besucher können sich auf modernste Maschinen für den Industriedruck freuen, die neue Maßstäbe in Sachen Geschwindigkeit, Präzision und Vielseitigkeit setzen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Verpackungsetiketten. Diese sind weit mehr als nur Informationslieferanten: Sie sind ein wichtiges Marketinginstrument und zunehmend auch ein Mittel zur Kommunikation von Nachhaltigkeit und Produktsicherheit. Die Messe präsentiert innovative Drucktechniken, die Etiketten nicht nur optisch aufwerten, sondern auch funktionale Eigenschaften wie Haltbarkeit, Umweltfreundlichkeit und Fälschungssicherheit bieten.
Nachhaltigkeit als treibende Kraft
Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle in der Druck- und Verpackungsindustrie. Verbraucher achten vermehrt auf umweltfreundliche Verpackungen, und Unternehmen reagieren darauf mit innovativen Lösungen. Auf der Print4All werden nachhaltige Materialien, ressourcenschonende Druckverfahren und Recyclingkonzepte vorgestellt, die helfen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Die Messe bietet somit auch eine Plattform, um den Dialog über nachhaltige Praktiken zu fördern und gemeinsam zukunftsweisende Wege zu beschreiten.
Das Rahmenprogramm: Wissen, Austausch und Networking
Die Print4All ist weit mehr als nur eine reine Ausstellung. Das umfangreiche Rahmenprogramm macht die Messe zu einem lebendigen Treffpunkt für Experten und Interessierte. Konferenzen bieten tiefgehende Einblicke in aktuelle Trends, technologische Entwicklungen und Marktentwicklungen. Hier können Teilnehmer neues Wissen erwerben und sich mit führenden Köpfen der Branche austauschen.
Workshops ergänzen das Angebot durch praxisnahe Schulungen und Demonstrationen. Diese interaktiven Formate ermöglichen es den Teilnehmern, die vorgestellten Technologien direkt zu erleben und praktische Fertigkeiten zu erlernen. So werden Innovationen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern unmittelbar anwendbar gemacht.
Networking-Events runden das Programm ab und schaffen Raum für persönliche Begegnungen und den Aufbau wertvoller Geschäftskontakte. Gerade in einer Branche, die auf Zusammenarbeit und Partnerschaften angewiesen ist, sind solche Gelegenheiten von unschätzbarem Wert. Die Print4All fördert damit den branchenübergreifenden Dialog und stärkt die internationale Vernetzung.
Warum Sie die Print4All 2025 besuchen sollten
Die Print4All in Mailand ist die ideale Plattform für alle, die in der Druck- und Verpackungsbranche tätig sind oder sich für diese Branche interessieren. Die Messe bietet:
- Ein umfassendes Angebot: Von modernsten Maschinen über innovative Materialien bis hin zu digitalen Lösungen – die gesamte Bandbreite der Branche ist vertreten.
- Innovationen zum Anfassen: Die neuesten Technologien werden praxisnah präsentiert und können direkt erlebt werden.
- Wissenstransfer: Konferenzen und Workshops bieten wertvolle Einblicke und Weiterbildungsmöglichkeiten.
- Networking auf höchstem Niveau: Treffen Sie Entscheider, Experten und Partner aus aller Welt und knüpfen Sie nachhaltige Kontakte.
- Nachhaltigkeit im Fokus: Erfahren Sie mehr über umweltfreundliche Lösungen und wie Sie Ihr Unternehmen zukunftsfähig aufstellen können.
Die Messe findet auf der Fiera Milano statt, einem der modernsten Messegelände Europas, das ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Veranstaltung bietet. Die Kombination aus traditioneller Stärke und innovativem Geist macht die Print4All zu einem unverzichtbaren Event für die Branche.
Fazit: Print4All – Ein Muss für die Druck- und Verpackungsbranche
Der Countdown läuft – vom 27. bis 30. Mai 2025 öffnet die Print4All in Mailand wieder ihre Tore und lädt alle Akteure der Druck- und Verpackungsbranche ein, die Zukunft mitzugestalten. Die Messe ist weit mehr als eine reine Ausstellung: Sie ist ein lebendiger Treffpunkt, an dem Innovationen greifbar werden, Wissen ausgetauscht wird und internationale Vernetzung gelebt wird.
Ob Maschinenbauer, Markenartikler oder Druckerei – die Print4All bietet für jeden spannende Impulse und wertvolle Chancen. Der Fokus auf Verpackungsetiketten und Industriedruck spiegelt die aktuellen Herausforderungen und Trends der Branche wider. Gleichzeitig macht das umfassende Rahmenprogramm die Messe zu einem Ort der Weiterbildung und des persönlichen Austauschs.
Wer die Zukunft der Druck- und Verpackungsindustrie aktiv mitgestalten möchte, sollte sich dieses Event nicht entgehen lassen. Wir sehen uns in Mailand!
In diesem Webinar erfahren wir, wie die PPWR die Recyclingfähigkeit und den Recyclateinsatz von Kunststoffverpackungen fördert. Wir beleuchten die Herausforderungen und Chancen, die diese neue Verordnung für die Verpackungsindustrie mit sich bringt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung zur PPWR
Die neue Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) ist ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Verpackungslösungen. Diese Verordnung zielt darauf ab, die Recyclingfähigkeit von Verpackungen zu fördern und den Recyclateinsatz von Kunststoffverpackungen zu erhöhen. Aber was sind die zentralen Fragen, die die PPWR aufwirft? Hier sind einige der wichtigsten:
- Was sind die Ziele der PPWR?
- Warum ist es dringend notwendig, zu handeln?
- Wie sieht der Status und der Zeitplan der PPWR aus?
- Welche Bereiche werden von der PPWR abgedeckt?
- Was sind die Herausforderungen bei der Recyclingfähigkeit?
- Welche Rolle spielen Mehrwegsysteme in der neuen Verordnung?
Die Dringlichkeit des Handelns
Die Notwendigkeit, jetzt zu handeln, ist unbestreitbar. Verpackungsabfälle tragen erheblich zur Umweltverschmutzung bei. Die Bilder von Plastikmüll in unseren Ozeanen sind alarmierend und verdeutlichen die Dringlichkeit, die Verpackungsmenge zu reduzieren und gleichzeitig die Recyclingquoten zu steigern. Die PPWR ist ein entscheidender Schritt, um diese Herausforderungen anzugehen.
Ziele der PPWR
Die Hauptziele der PPWR sind klar definiert: die Vermeidung von Verpackungsabfällen und die Förderung des Recyclings. Die Verordnung zielt darauf ab, Märkte für sekundäre Rohstoffe zu schaffen und die Harmonie in der Verpackungsindustrie zu verbessern. Ein Beispiel hierfür ist die Einführung einheitlicher Standards, die den Elektromüll reduzieren sollen.
| Ziel | Beschreibung |
|---|---|
| Vermeidung von Verpackungsabfällen | Reduzierung der Menge an produzierten Verpackungen. |
| Förderung des Recyclings | Erhöhung der Recyclingquoten durch bessere Designrichtlinien. |
| Schaffung von Märkten für sekundäre Rohstoffe | Stärkung der Wirtschaft durch den Einsatz von Rezyklaten. |
Status und Zeitplan der PPWR
Der aktuelle Status der PPWR zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Die vorläufige Einigung der EU-Institutionen wurde bereits im März dieses Jahres erzielt, gefolgt von der Billigung durch das Europäische Parlament im April. Der endgültige Inkrafttretenszeitpunkt wird voraussichtlich im vierten Quartal 2023 liegen.
Bereiche der PPWR
Die PPWR deckt mehrere wichtige Bereiche ab, darunter:
- Recyclingfähigkeit
- Rezyklatanteil
- EPR-Gebühren
- Anteil an biobasierten Materialien
- Minimierung von Verpackungen
- Kompostierbarkeit und Wiederverwendbarkeit
Diese Bereiche sind entscheidend, um sicherzustellen, dass die Verpackungsindustrie nachhaltiger wird und die Umweltbelastungen verringert werden.
Recyclingfähigkeit und ihre Herausforderungen
Ein zentrales Anliegen der PPWR ist die Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Alle in Verkehr gebrachten Einwegverpackungen müssen recyclingfähig sein. Dies stellt eine Herausforderung dar, da viele bestehende Verpackungsarten und -prozesse überarbeitet werden müssen. Das Ziel ist es, die Recyclingquoten zu erhöhen und somit die Kreislaufwirtschaft zu fördern.

Die Herausforderung liegt nicht nur in der Designanpassung, sondern auch in der Sensibilisierung der Verbraucher. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten, von Herstellern bis zu Konsumenten, ihren Teil zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit beitragen.
Mehrwegsysteme und ihre Bedeutung
Mehrwegsysteme könnten eine Renaissance erleben. Sie sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Die PPWR sieht vor, dass Mehrwegquoten für Getränke und Transportverpackungen definiert werden. Dies könnte die Menge an Einwegverpackungen, die im Umlauf sind, erheblich reduzieren.
Die Diskussion über die Details dieser Mehrwegquoten ist bereits im Gange, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Vorschriften entwickeln werden. Dennoch ist es klar, dass Mehrwegsysteme eine Schlüsselrolle in der Zukunft der Verpackungsindustrie spielen werden.

Umsetzung der PPWR in zwei Stufen
Die Umsetzung der PPWR erfolgt in zwei klar definierten Stufen. Im ersten Schritt werden die Design for Recycling Kriterien festgelegt. Diese Kriterien sind entscheidend, um Verpackungen in verschiedene Recyclingfähigkeits-Leistungsstufen einzuteilen, die von A bis C reichen. Die Verpackungen, die die höchste Recyclingfähigkeit erreichen, werden in der Regel mit abwaschbaren Etikettenlösungen ausgestattet sein.

Die erste Stufe tritt voraussichtlich Ende 2023 in Kraft, und die Unternehmen müssen bis 2030 alle Verpackungen gemäß den definierten Recyclingströmen sammeln, sortieren und recyceln. Ab 2038 werden Verpackungen, die der Stufe C entsprechen, nicht mehr erlaubt sein, was bedeutet, dass alle Verpackungen mindestens eine Recyclingfähigkeit von 70% erreichen müssen, um weiterhin im Verkehr gebracht werden zu dürfen.
Diese schrittweise Umsetzung fördert nicht nur die Recyclingfähigkeit, sondern schafft auch Anreize für Hersteller, innovative Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen der PPWR entsprechen. Es wird erwartet, dass die gesamte Lieferkette aktiv an diesem Prozess teilnimmt, um die Recyclingquoten zu erhöhen und die Umweltbelastung zu reduzieren.
Einfluss auf die Kosten durch EPR
Ein weiterer wichtiger Aspekt der PPWR ist die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR). Diese Regelung wird ab Anfang 2028 verbindlich und führt zu einer Gebührentabelle, die Hersteller zahlen müssen. Diese Gebühren sind direkt an die Recyclingfähigkeitsstufen der Verpackungen gekoppelt. Verpackungen, die in der höchsten Kategorie (A) eingestuft sind, zahlen geringere Gebühren als solche in der niedrigsten Kategorie (C).

Diese Struktur hat erhebliche Auswirkungen auf die Kosten für Unternehmen. Hersteller, die in der Lage sind, ihre Verpackungen so zu gestalten, dass sie eine hohe Recyclingfähigkeit erreichen, können im Laufe der Jahre erhebliche Einsparungen bei den Gebühren erzielen. Ein einfaches Beispiel ist die Verwendung dünnerer Materialien oder Materialien mit einem höheren Recyclinganteil, was nicht nur die Recyclingfähigkeit verbessert, sondern auch die Kosten senkt.
Rezyklatanteile und biobasierte Materialien
Die PPWR legt auch spezifische Ziele für den Rezyklatanteil in Kunststoffverpackungen fest. Ab 2030 müssen beispielsweise PET-Verpackungen einen Rezyklatanteil von mindestens 30% aufweisen, und bis 2040 wird dieser Anteil auf 50% erhöht. Diese Anforderungen sollen sicherstellen, dass Recyclingmaterialien aktiv in die Produktionsprozesse integriert werden.
Es werden jedoch auch Ausnahmen für sensible Produkte, wie medizinische Verpackungen oder Lebensmittelverpackungen für Säuglinge, gemacht. In diesen Fällen müssen die Hersteller eine Balance zwischen dem Schutz des Produkts und der Umweltfreundlichkeit finden.
Nachhaltige Lösungen und Innovationen
Die PPWR fördert nicht nur die Recyclingfähigkeit, sondern auch die Entwicklung nachhaltiger Lösungen und Innovationen in der Verpackungsindustrie. Unternehmen sind gefordert, neue Materialien und Technologien zu entwickeln, die den Anforderungen der PPWR entsprechen.
Ein Beispiel für eine solche Innovation ist das Carbon Action PP, ein Etikett mit 30% Rezyklatanteil, das aus erneuerbaren Abfällen wie gebrauchtem Speiseöl hergestellt wird. Dieses Produkt bietet eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen, fossilen basierten Folien und ist recyclingkompatibel.

Darüber hinaus gibt es auch papierbasierte Etikettenlösungen, die für das Recycling von starren HDP- und PP-Behältern zugelassen sind. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Branche bereit ist, innovative Ansätze zu verfolgen, um den Anforderungen der PPWR gerecht zu werden und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.
Zusammenfassung und wichtige Erkenntnisse
Die PPWR stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Verpackungslösungen dar. Die schrittweise Umsetzung in zwei Stufen, die erweiterte Herstellerverantwortung und die Anforderungen an den Rezyklatanteil sind zentrale Elemente dieser Verordnung. Unternehmen müssen sich anpassen und innovative Lösungen entwickeln, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist entscheidend, um die Recyclingfähigkeit zu verbessern und die Umweltauswirkungen von Verpackungsabfällen zu minimieren. Die PPWR fördert Recyclingfähigkeit, Recyclateinsatz von Kunststoffverpackungen und schafft Anreize für nachhaltige Lösungen, die die Branche in eine grünere Zukunft führen.
Fragen und Antworten
In der Diskussion sind viele Fragen aufgekommen, die für die Umsetzung der PPWR von Bedeutung sind. Einige dieser Fragen betreffen die Einstufung nach der Recyclingfähigkeitsstufe, die Verfügbarkeit von Materialien mit Rezyklatanteilen und die Innovationen in der Verpackungsindustrie. Es ist wichtig, dass Hersteller und Verbraucher weiterhin im Dialog bleiben, um Lösungen zu finden und die Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
FAQ
- Was sind die wichtigsten Ziele der PPWR?
Die PPWR zielt darauf ab, die Recyclingfähigkeit zu erhöhen und den Recyclateinsatz von Kunststoffverpackungen zu fördern. - Wie wird die Recyclingfähigkeit von Verpackungen bewertet?
Verpackungen werden in Recyclingfähigkeits-Leistungsstufen von A bis C eingeteilt, basierend auf den Design for Recycling Kriterien. - Welche Ausnahmen gibt es für sensible Produkte?
Es gibt Ausnahmen für medizinische Produkte und Lebensmittelverpackungen für Säuglinge, bei denen besondere Anforderungen gelten.

Nachhaltigkeit gewinnt im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung – insbesondere bei der Verpackung von Arzneimitteln. Die Sustainable Pharma Packaging Awards 2023, organisiert von YewMaker in Zusammenarbeit mit Connectin Pharma, würdigen wegweisende Innovationen, die pharmazeutische Verpackungen nachhaltiger gestalten, ohne deren Funktionalität einzuschränken. In diesem Artikel stellen wir die Gewinner und ihre bahnbrechenden Lösungen vor, die den Weg zu einer zirkulären und umweltfreundlichen Zukunft der Arzneimittelverpackung ebnen.
Einführung in die nachhaltige Arzneimittelverpackung
Dr. Nazleen Raman, Gründerin und CEO von YewMaker, erläutert die Vision hinter den Sustainable Medicines Packaging Awards und die Mission ihres Unternehmens: Wissenschaftlich fundierte Lösungen zu entwickeln, die das Gesundheitswesen gut für Menschen, den Planeten und die Wirtschaft machen. Dabei steht das Prinzip der Triple Bottom Line im Fokus.
Um nachhaltige Veränderungen zu bewirken, braucht es radikale Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg. Deshalb hat YewMaker die Sustainable Medicines Partnership ins Leben gerufen – ein Konsortium aus 48 Organisationen, das über vier Jahre nachhaltige Rahmenwerke für Arzneimittel und deren Verpackungen entwickelt, testet und skaliert.
Die sechs Säulen nachhaltiger Arzneimittel
Im Rahmen der Partnerschaft wurde ein konzeptioneller Rahmen erarbeitet, der sechs zentrale „Pfeiler“ für nachhaltige Arzneimittel definiert:
- Messbare Auswirkungen: Entwicklung und Implementierung von Metriken zur Bewertung der Nachhaltigkeit.
- End-to-End Transparenz: Dynamisches Tracking entlang der gesamten Lieferkette, um den Verbleib der Medikamente nachvollziehen zu können.
- Verbesserte Haltbarkeit: Verlängerung der Haltbarkeit, um Abfall zu reduzieren.
- Digitale Lösungen: Insbesondere patientenzentrierte Informationen digital zugänglich machen.
- Verwendung jeder einzelnen Dosis: Von jährlich rund 4,5 Billionen hergestellten Medikamenten werden Milliarden ungenutzt entsorgt – dies soll verhindert werden.
- Nachhaltige Verpackungen: Zirkuläre Lösungen zur Reduzierung von Einwegverpackungen und Förderung nachhaltiger Lieferketten.
Diese Säulen bilden die Grundlage, um nachhaltige Pharma-Verpackungen systematisch voranzutreiben und deren Wirkung messbar zu machen.
Die Sustainable Medicines Packaging Awards 2023: Kategorien und Finalisten
Die Awards werden in zwei Kategorien verliehen:
- Design Award: Für Verpackungsinnovationen, die Abfall reduzieren und Nachhaltigkeit erhöhen, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen.
- Circularity Award: Für Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen, die Zirkularität in der Lieferkette fördern und Einwegverpackungen reduzieren.
Die Finalisten zeigen beeindruckende Beispiele für nachhaltige Pharma-Verpackungen, die bereits heute im Einsatz sind.
Design Award Finalisten und Gewinner
Sechs Finalisten stellten ihre Innovationen vor, darunter:
- New IDC von Enof Healthcare Packaging
- AMSKY von Amcor
- „Making Electricity with Paper and Enzymes“ von BeFC
- IGB Srl tamper evident folding box von Industrie Grafiche Bresson
- Dry Molded Fiber (DMF) Blister von PulPac und PA Consulting
- PharmaGuard von Sudpak Medica
Bronze Design Award:
Amcor erhielt die Auszeichnung für ihr monomateriales Blisterpack-System, das Vinyl (PVC) und Aluminium reduziert und so die Recyclingfähigkeit verbessert.

Silber Design Award: PulPac und PA Consulting präsentierten ihren Dry Molded Fiber (DMF) Blister, eine trockengemoldete Faserverpackung, die ohne Wasser auskommt und 80 % weniger Energie verbraucht als herkömmliche nassgeformte Fasern. Die Technologie bietet eine nachhaltige Alternative zu Plastikblistern mit vergleichbaren Kosten und Produktionsgeschwindigkeiten.

Gold Design Award: BeFC überzeugte mit bioinspirierten Biofuel-Zellen, die Enzyme verwenden, um Zucker und Sauerstoff in Strom umzuwandeln. Diese papierbasierten Batterien sind biologisch abbaubar, kompostierbar und können Sensoren in Verpackungen mit Energie versorgen, um diese digital und nachhaltig zu vernetzen.
Circularity Award Finalisten und Gewinner
Auch in der Kategorie Circularity wurden beeindruckende Lösungen vorgestellt:
- Pulpac und PA Consulting
- Sustainable Mineral Antimicrobial Technology von Pilot SAS
- PharmaGuard von Sudpak Medica
- Seaweed-basierte home compostable medical devices von Symbiotex Limited
Bronze Circularity Award:
Symbiotex nutzt Seegras, um Filamente und Pellets herzustellen, die auf Standardmaschinen verarbeitet werden können und medizinische Geräte herstellen, die zuhause kompostierbar sind. Das reduziert Plastikmüll, insbesondere bei Inhalatoren, von denen in UK jährlich 60 Millionen verteilt werden, aber nur 0,5 % recycelt werden.

Silber Circularity Award: PulPac und PA Consulting erklärten, wie sie mit ihrem DMF Blister nicht nur eine nachhaltige Alternative bieten, sondern den Markteintritt und die Skalierung durch Partner aus der Pharmaindustrie forcieren, um Kosten zu senken und Wirkung zu maximieren.
Gold Circularity Award: Pilot SAS präsentierte ihre nachhaltige antimikrobielle Technologie, die ohne Metalle oder Nanopartikel auskommt und Oberflächen vor Bakterien und Viren schützt. Dies reduziert Infektionsrisiken und damit den Bedarf an Medikamenten, was wiederum den Materialverbrauch und Abfall verringert. Die Technologie ist zertifiziert, robust und nachhaltig.
Diskussion: Herausforderungen und Chancen der nachhaltigen Pharma-Verpackung
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden wichtige Fragen zur Kostenentwicklung und Skalierbarkeit nachhaltiger Verpackungstechnologien adressiert. Sofia Malferrari von BeFC betonte, dass die Kosten für papierbasierte Bio-Batterien durch steigende Produktionsmengen deutlich sinken und eine nachhaltige Vernetzung von Verpackungen Mehrwert schaffen kann.
Jamie Stone von PulPac hob hervor, dass Nachhaltigkeit nicht zwangsläufig teurer sein muss. Durch gemeinschaftliche Entwicklung und frühe Einbindung großer Pharmaunternehmen können Technologien kosteneffizient skaliert werden. Außerdem müsse Nachhaltigkeit nicht zulasten des Verbrauchererlebnisses gehen – im Gegenteil, nachhaltige Verpackungen können attraktiver und günstiger sein.
Motivation und Zukunftsperspektiven
Die Gewinner berichteten auch über ihre Motivation und die Herausforderungen auf dem Weg zu nachhaltigen Lösungen. Luke Marchand von Pilot SAS sieht Nachhaltigkeit als unvermeidlichen Markttrend, der in wenigen Jahren zum Standard wird.
Olivia Simpson von Symbiotex betonte die Leidenschaft als Triebfeder ihrer Arbeit. Sie sieht in der Gesundheitsbranche großes Potenzial für nachhaltige Innovationen, da jeder Mensch im Laufe seines Lebens Berührungspunkte mit dem Gesundheitswesen hat.
Gemeinsam wurde betont, dass nur durch Zusammenarbeit und kollektives Engagement echte Fortschritte möglich sind. „Wir alle haben die Ziellinie gemeinsam überschritten – entweder wir gewinnen alle oder wir verlieren alle“, so Dr. Nazleen Raman zum Abschluss.
Fazit
Die Sustainable Medicines Packaging Awards 2023 zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und innovativ nachhaltige Pharma-Verpackungen sein können. Von recycelbaren Blistern über papierbasierte Bio-Batterien bis hin zu kompostierbaren medizinischen Geräten aus Seegras und antimikrobiellen Oberflächen – die vorgestellten Lösungen setzen neue Maßstäbe.
Für die Zukunft der Sustainable Pharma Packaging gilt: Nur durch branchenübergreifende Partnerschaften, technische Innovationen und das Engagement aller Akteure lässt sich der ökologische Fußabdruck der Medikamentenversorgung nachhaltig reduzieren und gleichzeitig die Patientensicherheit und Funktionalität gewährleisten.
Diese Auszeichnungen sind ein wichtiger Schritt, um Inspiration zu bieten und den Wandel hin zu einem nachhaltigen Gesundheitssystem zu beschleunigen.
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