Circulaya
In der heutigen Arbeitswelt ist es wichtiger denn je, sich selbst klar zu positionieren und sichtbar zu bleiben – besonders in Branchen wie der Verpackungsindustrie, die sich stetig weiterentwickelt und neue Perspektiven braucht. Dieses Thema stand im Mittelpunkt eines inspirierenden Webinars, das von FACHPACK organisiert wurde. Die Wirtschaftspsychologin und systemische Coachin Rebecca Lüpke, bekannt durch die Female Leadership Academy, gab wertvolle Impulse, wie Frauen in der Verpackungsbranche ihre Stärken, Haltung und ihr Potenzial authentisch nach außen tragen und so ihren persönlichen Impact erhöhen können.
Warum Sichtbarkeit und Positionierung so entscheidend sind
Sichtbarkeit und Positionierung sind keine bloßen Schlagworte, sondern essenzielle Bausteine für den beruflichen Erfolg und Einfluss. Rebecca Lüpke erklärt, dass Einfluss – oder „Impact“ – zwei wesentliche Voraussetzungen hat: Man muss bekannt und anerkannt sein. Nur wer beides vereint, wird in Entscheidungsprozesse eingebunden und kann aktiv mitgestalten.
Bekannt zu sein bedeutet, dass andere Menschen wissen, wer man ist und was man kann. Anerkannt zu sein heißt, dass man als kompetent und vertrauenswürdig wahrgenommen wird. Fehlt eine dieser beiden Komponenten, bleibt der Einfluss begrenzt. Das Ziel ist daher, sich als Expertin klar zu positionieren und gleichzeitig eine warme, vertrauensvolle Ausstrahlung zu haben.
Die drei Ebenen der Positionierung: Ich, Wir und Wofür
Rebecca stellt ein Modell vor, das drei Ebenen der Positionierung umfasst, die zusammenwirken, um den eigenen Impact zu stärken:
- Ich – Die innere Haltung und Selbstkenntnis
- Wir – Die zwischenmenschliche Interaktion
- Wofür – Die Themen und Visionen, für die man steht
1. Die innere Haltung: Klarheit über mich selbst
Die Grundlage für jede Form von Sichtbarkeit ist eine starke innere Haltung. Nur wer sich selbst gut kennt und eine klare Haltung hat, kann authentisch und greifbar nach außen wirken. Rebecca fordert dazu auf, sich regelmäßig die Frage zu stellen: Mit welcher inneren Haltung möchte ich anderen begegnen?
Diese Haltung umfasst die eigenen Werte, Stärken und Ziele. Es lohnt sich, diese Aspekte nicht nur einmalig zu reflektieren, sondern regelmäßig „einzuchecken“ und weiterzuentwickeln. Gerade in stressigen Zeiten wird diese Selbstreflexion oft vernachlässigt, dabei ist sie gerade dann besonders wichtig.
Werte spielen eine zentrale Rolle: Sie sind nicht nur abstrakte Begriffe, sondern zeigen sich im täglichen Verhalten und prägen, wie wir im Beruf agieren. Wichtig ist, die Werte aktiv zu leben und nicht nur darauf zu reagieren, ob sie verletzt werden oder nicht. So entsteht ein klares inneres „Standing“, das sich auch nach außen zeigt.
Umgang mit dem Imposter-Syndrom
Viele Menschen, Frauen wie Männer, kennen das Gefühl, nicht gut genug zu sein – das sogenannte Imposter-Syndrom. Studien zeigen, dass rund 80 % der Menschen solche Gedanken haben. Rebecca betont, dass es nicht darum geht, diese Gedanken komplett zu eliminieren, sondern sie wahrzunehmen, anzuerkennen und ihnen nicht zu folgen.
Ein hilfreicher Umgang damit ist, regelmäßig die eigenen Erfolge und Stärken zu notieren, auch wenn es sich unangenehm anfühlt. So wird die innere Sicherheit Schritt für Schritt gestärkt und das Selbstbild realistischer und positiver.
2. Zwischenmenschliche Interaktion: Das „Wir“ gestalten
Die zweite Ebene beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel mit anderen Menschen. Hier geht es darum, wie wir in der Kommunikation Kompetenz und Wärme ausstrahlen können. Beide Faktoren sind gleichermaßen wichtig, um als glaubwürdig und sympathisch wahrgenommen zu werden.
Kompetenz zeigt sich durch klare, prägnante Aussagen, Blickkontakt und eine selbstbewusste Stimme. Rebecca gibt wertvolle Tipps:
- Am Ende von Sätzen den Blickkontakt halten, um Aussagen zu betonen.
- Kurze und verständliche Sätze verwenden statt verschachtelter Konstruktionen.
- Am Satzende die Stimme absenken und eine kleine Pause machen, um Sicherheit zu vermitteln.
Wärme
entsteht durch Gesten und Signale wie langsames Nicken, eine offene Körperhaltung, echtes Lächeln und das Zeigen der Handflächen. Auch die Stimme spielt eine große Rolle – sie sollte authentisch und dynamisch sein, mit wechselndem Tempo und Tonhöhe, um lebendig zu wirken.
Die Balance zwischen „hart“ und „weich“ in der Kommunikation
Im beruflichen Kontext ist es wichtig, eine Balance zwischen Klarheit und Empathie zu finden. Rebecca beschreibt, dass Kommunikation weder zu hart (gegnerisch) noch zu weich (harmoniesüchtig) sein sollte. Stattdessen empfiehlt sie die Haltung von „Lösungsfinderinnen“:
„Wir arbeiten gemeinsam an einem Problem, wir sind keine Gegnerinnen, sondern Partnerinnen auf dem Weg zur Lösung.“
Diese Haltung erlaubt es, klare Standpunkte zu vertreten und gleichzeitig offen für die Perspektiven anderer zu sein – eine Kombination, die sowohl Kompetenz als auch Wärme ausstrahlt und so den eigenen Einfluss stärkt.
3. Die Themen: Wofür stehe ich und was ist mein Beitrag?
Die dritte Ebene richtet den Blick nach außen auf die Inhalte und Themen, für die man sichtbar sein möchte. Es reicht nicht aus, nur die eigene Kompetenz und Ausstrahlung zu entwickeln – man braucht auch eine klare Positionierung, wofür man steht und welchen Beitrag man leisten möchte.
Rebecca ermutigt dazu, sich ein persönliches Mission Statement zu erarbeiten, das die eigenen Themen mit einem größeren Sinn verbindet. Dieses Statement beantwortet Fragen wie:
- Welche Themen begeistern mich wirklich?
- Warum sind diese Themen wichtig für mich und mein Umfeld?
- Welchen Beitrag möchte ich in meinem Unternehmen, meiner Branche oder der Gesellschaft leisten?
Beispiel für ein Mission Statement:
„Ich setze mich für eine nachhaltige Zukunft ein, in der Unternehmen und Gesellschaft im Einklang mit der Umwelt handeln. Durch innovative Lösungen und verantwortungsvolle Führung gestalte ich diesen Wandel aktiv mit.“
Dieses klare „Wofür“ ist ein starkes Werkzeug, um sich bei neuen Kontakten kurz und prägnant vorzustellen und direkt sichtbar zu machen, wofür man steht und welchen Impact man anstrebt.
Netzwerken als Schlüssel zum Erfolg
Positionierung und Sichtbarkeit finden nicht im luftleeren Raum statt. Ein aktives und bewusst gepflegtes Netzwerk ist essenziell, um den eigenen Impact zu entfalten. Dabei geht es nicht nur darum, Kontakte zu sammeln, sondern gezielt zu überlegen:
- Mit wem möchte ich sprechen?
- Wer kann mich unterstützen und wen kann ich unterstützen?
- Wie kann ich meine Themen und Werte in meinem Netzwerk sichtbar machen?
Gleichzeitig zahlt eine wertschätzende Haltung gegenüber anderen im Netzwerk auf die eigene Sichtbarkeit ein. Wer die Stärken anderer erkennt und feiert, schafft Vertrauen und wird selbst als kompetent und warm wahrgenommen.
Praktische Übungen zur Stärkung der eigenen Positionierung
Rebecca empfiehlt, sich Zeit für Selbstreflexion zu nehmen und mit einfachen Übungen zu starten, wie:
- Die eigenen drei wichtigsten Werte im Beruf identifizieren und darüber sprechen.
- Die drei Eigenschaften oder Fähigkeiten benennen, die man an sich besonders schätzt.
- Ein persönliches Mission Statement formulieren, das die eigenen Themen mit einem größeren Sinn verbindet.
Auch der Austausch in kleinen Gruppen, etwa in Breakout-Sessions, hilft dabei, Gedanken zu sortieren und neue Perspektiven zu gewinnen. Dabei ist es wichtig, einen wertfreien Raum zu schaffen, in dem offen und ehrlich über die eigenen Werte, Herausforderungen und Stärken gesprochen werden kann.
Fazit: Own Your Impact – Sichtbar werden mit Haltung und Klarheit
Sichtbarkeit und Positionierung sind essenzielle Fähigkeiten, um in der heutigen Arbeitswelt Einfluss zu nehmen und die eigene Karriere aktiv zu gestalten. Dabei geht es nicht nur darum, sich lautstark zu präsentieren, sondern tief in sich selbst Klarheit zu schaffen über die eigene Haltung, die eigenen Werte und den Beitrag, den man leisten möchte.
Die Kombination aus innerer Klarheit, empathischer und kompetenter Kommunikation sowie einer klaren Positionierung zu den eigenen Themen bildet die Basis, um als Frau in der Verpackungsbranche – und darüber hinaus – sichtbar und wirksam zu sein.
Netzwerken ist dabei der Schlüssel, um diese Positionierung im beruflichen Alltag zu leben und den eigenen Impact zu erhöhen. Wer sein Netzwerk bewusst pflegt und mit einer wertschätzenden Haltung agiert, schafft die Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg.
Die Einladung lautet: Own your Impact – Übernimm Verantwortung für deine Wirkung, deine Haltung und deinen Beitrag. Denn nur wer sich klar positioniert und sichtbar bleibt, kann die Zukunft seiner Branche aktiv mitgestalten.
Nutze die Impulse, um deine eigene Wirkung zu reflektieren, deine Stärken zu stärken und mutig deinen Platz einzunehmen. Denn jeder von uns führt – ob im Job, im Netzwerk oder im Alltag. Mach dich sichtbar und gestalte mit!
Die Print4All kehrt vom 27. bis 30. Mai 2025 auf die Fiera Milano zurück und setzt damit neue Maßstäbe für die Druckindustrie. Als eine der bedeutendsten Messen Europas ist die Print4All weit mehr als nur eine Ausstellung. Sie ist ein Schaufenster für Innovationen, ein Forum für Wissenstransfer und vor allem eine einzigartige Gelegenheit zur Vernetzung innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette der Druck- und Verpackungsbranche. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über die Print4All, was Sie auf der Messe erwartet und warum sie für alle Akteure der Branche ein Muss ist.
Ein Treffpunkt für die gesamte Druck- und Verpackungsbranche
Die Print4All ist eine Messe, die gezielt Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenbringt. Von Maschinenbauern über Markenartikler bis hin zu Druckereien – alle finden hier eine Plattform, um sich auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam die Zukunft der Branche zu gestalten. Der Fokus liegt auf Technologien und Lösungen rund um Verpackungen, Etiketten und Industriedruck. Diese Themen sind aktueller denn je, da Verpackungen zunehmend komplexer und innovativer werden müssen, um den Anforderungen von Nachhaltigkeit, Verbraucherschutz und Marketing gerecht zu werden.
Die Bedeutung der Print4All liegt nicht nur darin, neue Maschinen und Technologien zu präsentieren. Vielmehr ist sie ein Ort, an dem Innovationen greifbar gemacht werden – praxisnah, branchenübergreifend und international. Dieses Ziel wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm unterstützt, das Konferenzen, Workshops und Networking-Events umfasst.
Technologische Innovationen im Mittelpunkt
In der heutigen dynamischen Welt sind Innovationen der Schlüssel zum Erfolg – besonders in der Druck- und Verpackungsbranche. Die Print4All zeigt die neuesten Technologien, die Produktionseffizienz steigern, die Qualität verbessern und gleichzeitig nachhaltige Lösungen fördern. Besucher können sich auf modernste Maschinen für den Industriedruck freuen, die neue Maßstäbe in Sachen Geschwindigkeit, Präzision und Vielseitigkeit setzen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Verpackungsetiketten. Diese sind weit mehr als nur Informationslieferanten: Sie sind ein wichtiges Marketinginstrument und zunehmend auch ein Mittel zur Kommunikation von Nachhaltigkeit und Produktsicherheit. Die Messe präsentiert innovative Drucktechniken, die Etiketten nicht nur optisch aufwerten, sondern auch funktionale Eigenschaften wie Haltbarkeit, Umweltfreundlichkeit und Fälschungssicherheit bieten.
Nachhaltigkeit als treibende Kraft
Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle in der Druck- und Verpackungsindustrie. Verbraucher achten vermehrt auf umweltfreundliche Verpackungen, und Unternehmen reagieren darauf mit innovativen Lösungen. Auf der Print4All werden nachhaltige Materialien, ressourcenschonende Druckverfahren und Recyclingkonzepte vorgestellt, die helfen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Die Messe bietet somit auch eine Plattform, um den Dialog über nachhaltige Praktiken zu fördern und gemeinsam zukunftsweisende Wege zu beschreiten.
Das Rahmenprogramm: Wissen, Austausch und Networking
Die Print4All ist weit mehr als nur eine reine Ausstellung. Das umfangreiche Rahmenprogramm macht die Messe zu einem lebendigen Treffpunkt für Experten und Interessierte. Konferenzen bieten tiefgehende Einblicke in aktuelle Trends, technologische Entwicklungen und Marktentwicklungen. Hier können Teilnehmer neues Wissen erwerben und sich mit führenden Köpfen der Branche austauschen.
Workshops ergänzen das Angebot durch praxisnahe Schulungen und Demonstrationen. Diese interaktiven Formate ermöglichen es den Teilnehmern, die vorgestellten Technologien direkt zu erleben und praktische Fertigkeiten zu erlernen. So werden Innovationen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern unmittelbar anwendbar gemacht.
Networking-Events runden das Programm ab und schaffen Raum für persönliche Begegnungen und den Aufbau wertvoller Geschäftskontakte. Gerade in einer Branche, die auf Zusammenarbeit und Partnerschaften angewiesen ist, sind solche Gelegenheiten von unschätzbarem Wert. Die Print4All fördert damit den branchenübergreifenden Dialog und stärkt die internationale Vernetzung.
Warum Sie die Print4All 2025 besuchen sollten
Die Print4All in Mailand ist die ideale Plattform für alle, die in der Druck- und Verpackungsbranche tätig sind oder sich für diese Branche interessieren. Die Messe bietet:
- Ein umfassendes Angebot: Von modernsten Maschinen über innovative Materialien bis hin zu digitalen Lösungen – die gesamte Bandbreite der Branche ist vertreten.
- Innovationen zum Anfassen: Die neuesten Technologien werden praxisnah präsentiert und können direkt erlebt werden.
- Wissenstransfer: Konferenzen und Workshops bieten wertvolle Einblicke und Weiterbildungsmöglichkeiten.
- Networking auf höchstem Niveau: Treffen Sie Entscheider, Experten und Partner aus aller Welt und knüpfen Sie nachhaltige Kontakte.
- Nachhaltigkeit im Fokus: Erfahren Sie mehr über umweltfreundliche Lösungen und wie Sie Ihr Unternehmen zukunftsfähig aufstellen können.
Die Messe findet auf der Fiera Milano statt, einem der modernsten Messegelände Europas, das ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Veranstaltung bietet. Die Kombination aus traditioneller Stärke und innovativem Geist macht die Print4All zu einem unverzichtbaren Event für die Branche.
Fazit: Print4All – Ein Muss für die Druck- und Verpackungsbranche
Der Countdown läuft – vom 27. bis 30. Mai 2025 öffnet die Print4All in Mailand wieder ihre Tore und lädt alle Akteure der Druck- und Verpackungsbranche ein, die Zukunft mitzugestalten. Die Messe ist weit mehr als eine reine Ausstellung: Sie ist ein lebendiger Treffpunkt, an dem Innovationen greifbar werden, Wissen ausgetauscht wird und internationale Vernetzung gelebt wird.
Ob Maschinenbauer, Markenartikler oder Druckerei – die Print4All bietet für jeden spannende Impulse und wertvolle Chancen. Der Fokus auf Verpackungsetiketten und Industriedruck spiegelt die aktuellen Herausforderungen und Trends der Branche wider. Gleichzeitig macht das umfassende Rahmenprogramm die Messe zu einem Ort der Weiterbildung und des persönlichen Austauschs.
Wer die Zukunft der Druck- und Verpackungsindustrie aktiv mitgestalten möchte, sollte sich dieses Event nicht entgehen lassen. Wir sehen uns in Mailand!

Nachhaltigkeit gewinnt im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung – insbesondere bei der Verpackung von Arzneimitteln. Die Sustainable Pharma Packaging Awards 2023, organisiert von YewMaker in Zusammenarbeit mit Connectin Pharma, würdigen wegweisende Innovationen, die pharmazeutische Verpackungen nachhaltiger gestalten, ohne deren Funktionalität einzuschränken. In diesem Artikel stellen wir die Gewinner und ihre bahnbrechenden Lösungen vor, die den Weg zu einer zirkulären und umweltfreundlichen Zukunft der Arzneimittelverpackung ebnen.
Einführung in die nachhaltige Arzneimittelverpackung
Dr. Nazleen Raman, Gründerin und CEO von YewMaker, erläutert die Vision hinter den Sustainable Medicines Packaging Awards und die Mission ihres Unternehmens: Wissenschaftlich fundierte Lösungen zu entwickeln, die das Gesundheitswesen gut für Menschen, den Planeten und die Wirtschaft machen. Dabei steht das Prinzip der Triple Bottom Line im Fokus.
Um nachhaltige Veränderungen zu bewirken, braucht es radikale Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg. Deshalb hat YewMaker die Sustainable Medicines Partnership ins Leben gerufen – ein Konsortium aus 48 Organisationen, das über vier Jahre nachhaltige Rahmenwerke für Arzneimittel und deren Verpackungen entwickelt, testet und skaliert.
Die sechs Säulen nachhaltiger Arzneimittel
Im Rahmen der Partnerschaft wurde ein konzeptioneller Rahmen erarbeitet, der sechs zentrale „Pfeiler“ für nachhaltige Arzneimittel definiert:
- Messbare Auswirkungen: Entwicklung und Implementierung von Metriken zur Bewertung der Nachhaltigkeit.
- End-to-End Transparenz: Dynamisches Tracking entlang der gesamten Lieferkette, um den Verbleib der Medikamente nachvollziehen zu können.
- Verbesserte Haltbarkeit: Verlängerung der Haltbarkeit, um Abfall zu reduzieren.
- Digitale Lösungen: Insbesondere patientenzentrierte Informationen digital zugänglich machen.
- Verwendung jeder einzelnen Dosis: Von jährlich rund 4,5 Billionen hergestellten Medikamenten werden Milliarden ungenutzt entsorgt – dies soll verhindert werden.
- Nachhaltige Verpackungen: Zirkuläre Lösungen zur Reduzierung von Einwegverpackungen und Förderung nachhaltiger Lieferketten.
Diese Säulen bilden die Grundlage, um nachhaltige Pharma-Verpackungen systematisch voranzutreiben und deren Wirkung messbar zu machen.
Die Sustainable Medicines Packaging Awards 2023: Kategorien und Finalisten
Die Awards werden in zwei Kategorien verliehen:
- Design Award: Für Verpackungsinnovationen, die Abfall reduzieren und Nachhaltigkeit erhöhen, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen.
- Circularity Award: Für Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen, die Zirkularität in der Lieferkette fördern und Einwegverpackungen reduzieren.
Die Finalisten zeigen beeindruckende Beispiele für nachhaltige Pharma-Verpackungen, die bereits heute im Einsatz sind.
Design Award Finalisten und Gewinner
Sechs Finalisten stellten ihre Innovationen vor, darunter:
- New IDC von Enof Healthcare Packaging
- AMSKY von Amcor
- „Making Electricity with Paper and Enzymes“ von BeFC
- IGB Srl tamper evident folding box von Industrie Grafiche Bresson
- Dry Molded Fiber (DMF) Blister von PulPac und PA Consulting
- PharmaGuard von Sudpak Medica
Bronze Design Award:
Amcor erhielt die Auszeichnung für ihr monomateriales Blisterpack-System, das Vinyl (PVC) und Aluminium reduziert und so die Recyclingfähigkeit verbessert.

Silber Design Award: PulPac und PA Consulting präsentierten ihren Dry Molded Fiber (DMF) Blister, eine trockengemoldete Faserverpackung, die ohne Wasser auskommt und 80 % weniger Energie verbraucht als herkömmliche nassgeformte Fasern. Die Technologie bietet eine nachhaltige Alternative zu Plastikblistern mit vergleichbaren Kosten und Produktionsgeschwindigkeiten.

Gold Design Award: BeFC überzeugte mit bioinspirierten Biofuel-Zellen, die Enzyme verwenden, um Zucker und Sauerstoff in Strom umzuwandeln. Diese papierbasierten Batterien sind biologisch abbaubar, kompostierbar und können Sensoren in Verpackungen mit Energie versorgen, um diese digital und nachhaltig zu vernetzen.
Circularity Award Finalisten und Gewinner
Auch in der Kategorie Circularity wurden beeindruckende Lösungen vorgestellt:
- Pulpac und PA Consulting
- Sustainable Mineral Antimicrobial Technology von Pilot SAS
- PharmaGuard von Sudpak Medica
- Seaweed-basierte home compostable medical devices von Symbiotex Limited
Bronze Circularity Award:
Symbiotex nutzt Seegras, um Filamente und Pellets herzustellen, die auf Standardmaschinen verarbeitet werden können und medizinische Geräte herstellen, die zuhause kompostierbar sind. Das reduziert Plastikmüll, insbesondere bei Inhalatoren, von denen in UK jährlich 60 Millionen verteilt werden, aber nur 0,5 % recycelt werden.

Silber Circularity Award: PulPac und PA Consulting erklärten, wie sie mit ihrem DMF Blister nicht nur eine nachhaltige Alternative bieten, sondern den Markteintritt und die Skalierung durch Partner aus der Pharmaindustrie forcieren, um Kosten zu senken und Wirkung zu maximieren.
Gold Circularity Award: Pilot SAS präsentierte ihre nachhaltige antimikrobielle Technologie, die ohne Metalle oder Nanopartikel auskommt und Oberflächen vor Bakterien und Viren schützt. Dies reduziert Infektionsrisiken und damit den Bedarf an Medikamenten, was wiederum den Materialverbrauch und Abfall verringert. Die Technologie ist zertifiziert, robust und nachhaltig.
Diskussion: Herausforderungen und Chancen der nachhaltigen Pharma-Verpackung
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden wichtige Fragen zur Kostenentwicklung und Skalierbarkeit nachhaltiger Verpackungstechnologien adressiert. Sofia Malferrari von BeFC betonte, dass die Kosten für papierbasierte Bio-Batterien durch steigende Produktionsmengen deutlich sinken und eine nachhaltige Vernetzung von Verpackungen Mehrwert schaffen kann.
Jamie Stone von PulPac hob hervor, dass Nachhaltigkeit nicht zwangsläufig teurer sein muss. Durch gemeinschaftliche Entwicklung und frühe Einbindung großer Pharmaunternehmen können Technologien kosteneffizient skaliert werden. Außerdem müsse Nachhaltigkeit nicht zulasten des Verbrauchererlebnisses gehen – im Gegenteil, nachhaltige Verpackungen können attraktiver und günstiger sein.
Motivation und Zukunftsperspektiven
Die Gewinner berichteten auch über ihre Motivation und die Herausforderungen auf dem Weg zu nachhaltigen Lösungen. Luke Marchand von Pilot SAS sieht Nachhaltigkeit als unvermeidlichen Markttrend, der in wenigen Jahren zum Standard wird.
Olivia Simpson von Symbiotex betonte die Leidenschaft als Triebfeder ihrer Arbeit. Sie sieht in der Gesundheitsbranche großes Potenzial für nachhaltige Innovationen, da jeder Mensch im Laufe seines Lebens Berührungspunkte mit dem Gesundheitswesen hat.
Gemeinsam wurde betont, dass nur durch Zusammenarbeit und kollektives Engagement echte Fortschritte möglich sind. „Wir alle haben die Ziellinie gemeinsam überschritten – entweder wir gewinnen alle oder wir verlieren alle“, so Dr. Nazleen Raman zum Abschluss.
Fazit
Die Sustainable Medicines Packaging Awards 2023 zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und innovativ nachhaltige Pharma-Verpackungen sein können. Von recycelbaren Blistern über papierbasierte Bio-Batterien bis hin zu kompostierbaren medizinischen Geräten aus Seegras und antimikrobiellen Oberflächen – die vorgestellten Lösungen setzen neue Maßstäbe.
Für die Zukunft der Sustainable Pharma Packaging gilt: Nur durch branchenübergreifende Partnerschaften, technische Innovationen und das Engagement aller Akteure lässt sich der ökologische Fußabdruck der Medikamentenversorgung nachhaltig reduzieren und gleichzeitig die Patientensicherheit und Funktionalität gewährleisten.
Diese Auszeichnungen sind ein wichtiger Schritt, um Inspiration zu bieten und den Wandel hin zu einem nachhaltigen Gesundheitssystem zu beschleunigen.
Stay ahead of what’s going on in Sustainable Pharma packaging! |
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