Circulaya
Die Koordinierungsstelle Umweltschutz des DIN e. V. Berlin hat mit ihrer Veranstaltung „PFAS im Fokus – Analyse und Wege zu einer schadstofffreien Zukunft“ einen umfassenden Einblick in die Problematik und Lösungsansätze rund um per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) gegeben. PFAS sind aufgrund ihrer Persistenz, Mobilität und potenziellen Gesundheitsrisiken eine große Herausforderung für Umwelt und Gesellschaft. In diesem Beitrag beleuchten wir die vielfältigen Facetten von PFAS, von ihrer Verbreitung und toxikologischen Auswirkungen über politische Regulierung bis hin zu analytischen Herausforderungen und praktischen Beispielen aus der Produktwelt.

Inhaltsverzeichnis
- 🌍 PFAS: Eine allgegenwärtige Herausforderung in Umwelt und Gesellschaft
- 🔬 Umweltchemische Eigenschaften und Verbreitung von PFAS
- ⚠️ Toxikologische und gesundheitliche Auswirkungen von PFAS
- 🛑 Politische Regulierung und EU-Beschränkungen von PFAS
- 🧪 Analytische Herausforderungen bei PFAS – Umwelt- und Produktanalytik
- 🧴 PFAS in Verbraucherprodukten – Beispiele und Konsequenzen
- ♻️ PFAS und Kreislaufwirtschaft – Herausforderungen für Recycling und Nachhaltigkeit
- ❓ FAQ – Häufig gestellte Fragen zu PFAS und deren Regulierung
- 🔚 Fazit – Wege zu einer schadstofffreien Zukunft mit Design out chemicals, PPWR Anforderungen
🌍 PFAS: Eine allgegenwärtige Herausforderung in Umwelt und Gesellschaft
PFAS sind eine Gruppe von Chemikalien, die durch ihre einzigartige chemische Struktur besonders stabil, wasser-, öl- und schmutzabweisend sind. Diese Eigenschaften machen sie in zahlreichen industriellen Prozessen und Verbraucherprodukten unverzichtbar. Gleichzeitig sind sie extrem langlebig, reichern sich in Umwelt und Organismen an und lassen sich nur schwer abbauen.
Der erste große Kontaminationsfall in Deutschland wurde vor etwa zwanzig Jahren im Einzugsgebiet der Möhnetalsperre in Nordrhein-Westfalen entdeckt. Dort führte die Ausbringung von PFOA-haltigen Klärschlämmen auf landwirtschaftlichen Flächen zu einer kontinuierlichen Emission in Fließgewässer, welche bis in das Trinkwasser reichte. Die Folge waren erhöhte PFOA-Werte im Blut der betroffenen Bevölkerung, die nur sehr langsam wieder zurückgingen.
Solche Hotspots finden sich häufig an Produktionsstandorten, bei Feuerbekämpfungsübungen, sowie durch unsachgemäße Entsorgung von Abfällen. Die Kontaminationen führen nicht nur zu Umweltbelastungen, sondern auch zu einer erhöhten Exposition vieler Menschen über Trinkwasser, Nahrung und Hausstaub.

Neben diesen punktuellen Belastungen gibt es auch sogenannte Hintergrundkontaminationen, die aus diffusen Quellen stammen und PFAS in der gesamten Umwelt verbreiten. PFAS gelangen über Luft, Wasser und Nahrungsketten bis in entlegene Regionen wie die Polarzonen, wo sie in Tieren wie Eisbären nachweisbar sind.

🔬 Umweltchemische Eigenschaften und Verbreitung von PFAS
PFAS besitzen eine außergewöhnliche Stabilität, die sie in der Umwelt langlebig und persistent macht. Sie sind in der Lage, sich über weite Strecken durch atmosphärischen und hydrologischen Transport zu verbreiten. Dabei akkumulieren sie sich in Organismen und können durch die Nahrungskette weitergegeben werden.
Ein wichtiger Aspekt ist die Transformation polyfluorierter Substanzen zu perfluorierten Abbauprodukten, die noch stabiler und problematischer sind. Studien aus Grundwasseruntersuchungen in Dänemark zeigen eine deutliche Zunahme von Trifluoressigsäure (TFA), einem Abbauprodukt vieler PFAS, das mittlerweile sogar in entlegenen Gebieten wie der Antarktis nachweisbar ist.

Diese Transformationen zeigen, dass Ersatzstoffe, die auf polyfluorierten Verbindungen basieren, keine echte Lösung darstellen, da sie langfristig zu den gleichen persistenten und toxischen Endprodukten führen können.
⚠️ Toxikologische und gesundheitliche Auswirkungen von PFAS
Lange Zeit wurde angenommen, dass PFAS aufgrund ihrer chemischen Stabilität wenig toxisch seien. Doch die Forschung hat in den letzten Jahren gezeigt, dass PFAS trotz fehlender akuter Toxizität chronische, subtile Gesundheitsrisiken bergen. Die Halbwertszeit von PFAS im menschlichen Körper liegt bei mehreren Jahren, sodass sich die Substanzen mit der Zeit anreichern können.
Die tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (TWI) für PFAS wurde in den letzten Jahren drastisch von mehreren Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht auf wenige Nanogramm pro Kilogramm herabgesetzt – eine Absenkung um das Tausendfache. Dies verdeutlicht die zunehmende Besorgnis über die langfristigen gesundheitlichen Folgen.
Zu den belegten gesundheitlichen Effekten zählen unter anderem:
- Erhöhter Blutdruck
- Leberschädigungen
- Verschiedene Krebsarten (z.B. Hodenkrebs, Nierenkrebs)
- Beeinträchtigung der kindlichen Entwicklung
- Vermindertes Ansprechen auf Impfstoffe
- Geringeres Geburtsgewicht
Diese Effekte unterstreichen die Notwendigkeit eines vorsorgenden Umgangs mit PFAS, auch wenn noch nicht alle toxikologischen Daten abschließend vorliegen.
🛑 Politische Regulierung und EU-Beschränkungen von PFAS
Die Regulierung von PFAS stellt eine komplexe Herausforderung dar. Aufgrund der Vielzahl an Substanzen (über zehntausend bekannt) und deren unterschiedlichen Eigenschaften ist eine Einzelstoffbeschränkung nicht praktikabel. Daher verfolgt die EU derzeit einen Gruppenansatz, der die gesamte Stoffgruppe der PFAS erfasst, um ungewollte Substitutionen zu verhindern.
Im Jahr 2020 wurden in der EU etwa 840.000 Tonnen PFAS verbraucht, mit den größten Anteilen in fluorierten Gasen, dem Transportsektor, Textilien und Medizinprodukten. Die Emissionen in die Umwelt werden auf rund 75.000 Tonnen jährlich geschätzt, mit einer kumulativen Belastung von etwa 4,4 Millionen Tonnen in den kommenden 30 Jahren.

Die EU-Beschränkungen zielen darauf ab, Herstellung, Verwendung und Inverkehrbringen von PFAS als einzelne Stoffe, Gemische oder Bestandteile von Erzeugnissen zu verbieten, mit definierten Grenzwerten:
- 20 ppb für Einzelstoffe
- 250 ppb für PFAS als Summenparameter
- 50 ppm für PFAS bei Polymeren
Ausnahmen sind nur dann vorgesehen, wenn keine technisch und wirtschaftlich verfügbaren Alternativen existieren oder diese noch nicht einsatzfähig sind. Der Beschränkungsprozess umfasst wissenschaftliche, politische und Übergangsphasen und ist geprägt von intensiven Stakeholder-Diskussionen.
🧪 Analytische Herausforderungen bei PFAS – Umwelt- und Produktanalytik
Die Analyse von PFAS ist aufgrund der extrem großen Stoffvielfalt, fehlender Referenzmaterialien und komplexer Matrizes eine große Herausforderung. Es gibt verschiedene analytische Ansätze:
- Gezielte Analytik: Bestimmung bekannter PFAS mittels Flüssigchromatographie gekoppelt mit Massenspektrometrie (LC-MS/MS). Limitiert durch das Fehlen von Referenzstandards für viele Substanzen.
- Oxidative Vorlaufanalytik: Erfassung potenzieller Vorläufersubstanzen durch Oxidation zu perfluorierten Carbonsäuren.
- Summenparameter: Bestimmung des Gesamtfluorgehalts (TOF) mittels Verbrennung und Fluoridbestimmung. Umfasst auch polymere und unbekannte fluorierte Verbindungen, jedoch ohne Spezifität.

Die Produktanalytik steht vor besonderen Herausforderungen, da PFAS in Produkten häufig in polymerer Form oder als Seitenkettenfluorpolymere vorliegen, die durch konventionelle Extraktionsmethoden oft nicht erfasst werden. So führte die Verwendung von Methanol als Extraktionsmittel in einigen Fällen zu erheblich unterschätzten PFAS-Gehalten. Die Einführung einer alkalischen Hydrolyse als Extraktionsschritt („Gamechanger“) ermöglicht nun eine bessere Erfassung dieser Verbindungen.
Die jüngst veröffentlichte Norm DIN EN 17681 Teil 1 (2025) beschreibt diese verbesserte Methode und wird voraussichtlich die Analytik in Verbraucherprodukten wie Textilien, Leder und Papier maßgeblich verbessern.
🧴 PFAS in Verbraucherprodukten – Beispiele und Konsequenzen
PFAS finden sich in zahlreichen Produkten des täglichen Gebrauchs, darunter wasserabweisende Textilien, Papierverpackungen, Imprägniersprays, Feuerlöschschäume und Kosmetika. Diese Produkte sind oft so konzipiert, dass die PFAS dauerhaft in den Materialien verbleiben – „Erzeugnisse für die Ewigkeit“. Die Folgen sind:
- Kontamination von Recyclingkreisläufen, insbesondere bei Papier und Textilien
- Direkte Emissionen in die Umwelt bei Gebrauch und Entsorgung
- Exposition der Verbraucher über Hautkontakt, Einatmen von Hausstaub und Aufnahme über Nahrung
Beispielsweise wurde bei Polyestertextilien ein deutlicher Unterschied zwischen beschichteten und unbeschichteten Stoffen sichtbar, wobei PFAS-beschichtete Stoffe Öl und Wasser abweisen. Untersuchungen zeigten, dass auch in Papierverpackungen wie Pizzakartons oder Mikrowellen-Popcorntüten oft hohe PFAS-Gehalte nachweisbar sind, die in die Umwelt und Lebensmittel übergehen können.
Die Kontamination durch PFAS in Produkten aus Asien, insbesondere China, ist ein zusätzliches Problem, da dort oft Produkte als „PFAS-frei“ beworben werden, obwohl sie dennoch belastet sind. Dies führt zu Irreführungen und erschwert die Kontrolle.
♻️ PFAS und Kreislaufwirtschaft – Herausforderungen für Recycling und Nachhaltigkeit
Die Integration von Recyclingmaterialien in die Produktion von Textilien, Papier und Kunststoffen wird durch PFAS-Belastungen erschwert. PFAS-reiche Recyclingstoffe können die Belastung in neuen Produkten erhöhen und somit den Kreislauf schließen, ohne das Problem zu lösen. Dies widerspricht den Zielen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und macht die „Design out chemicals, PPWR Anforderungen“ umso wichtiger.
Die Überwachung und Kontrolle von PFAS in Recyclingmaterialien sowie die Entwicklung von Alternativen sind entscheidend, um die Umwelteinträge langfristig zu reduzieren. Ohne klare Regulierungen und analytische Methoden besteht die Gefahr, dass PFAS weiterhin in den Materialkreisläufen verbleiben und sich anreichern.
❓ FAQ – Häufig gestellte Fragen zu PFAS und deren Regulierung
Was sind PFAS und warum sind sie problematisch?
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind synthetische Chemikalien, die aufgrund ihrer Stabilität und wasser-, ölabweisenden Eigenschaften in vielen Produkten verwendet werden. Sie sind jedoch extrem langlebig, reichern sich in Umwelt und Organismen an und können gesundheitsschädliche Wirkungen haben.
Wie gelangen PFAS in den menschlichen Körper?
Die Hauptaufnahmewege sind über die Nahrung, Trinkwasser und das Einatmen oder Verschlucken von Hausstaub. Hautkontakt spielt eine geringere Rolle und ist weniger gut untersucht.
Gibt es Abbauwege für PFAS in der Umwelt?
Bislang sind keine vollständigen Abbauwege bekannt, die PFAS in harmlose Substanzen umwandeln. Einige polyfluorierte Substanzen können teilweise zu perfluorierten Endprodukten abgebaut werden, die jedoch ebenfalls persistent sind.
Wie werden PFAS in Produkten und Umweltanalytik nachgewiesen?
Es gibt gezielte Analysen für bekannte PFAS, oxidativ-chemische Methoden zur Erfassung von Vorläufersubstanzen sowie Summenparameter wie den Gesamtfluorgehalt. Die Analytik ist komplex, da es tausende verschiedene PFAS gibt und viele nicht als Referenzstandards verfügbar sind.
Welche Regulierungen gibt es für PFAS in der EU?
Die EU arbeitet an Gruppenbeschränkungen, die Herstellung, Verwendung und Inverkehrbringen von PFAS weitgehend verbieten sollen, mit Ausnahmen für unverzichtbare Anwendungen. Grenzwerte sind definiert, und der Ansatz soll ungewollte Substitution verhindern.
Wie beeinflussen PFAS die Kreislaufwirtschaft?
PFAS in Recyclingmaterialien können die Umweltbelastung verstärken und die Nachhaltigkeitsziele gefährden. Eine konsequente Regulierung und Kontrolle sind notwendig, um PFAS aus den Kreisläufen zu entfernen.
🔚 Fazit – Wege zu einer schadstofffreien Zukunft mit Design out chemicals, PPWR Anforderungen
Die Herausforderungen durch PFAS sind komplex und betreffen Umwelt, Gesundheit, Politik und Wirtschaft gleichermaßen. Die Veranstaltung von DIN e. V. hat deutlich gemacht, dass ein umfassender, wissenschaftlich fundierter und regulativer Ansatz nötig ist, um PFAS nachhaltig zu reduzieren.
Der Gruppenansatz in der EU-Beschränkung, verbesserte analytische Methoden, ein bewusster Umgang mit Recyclingmaterialien sowie die Entwicklung und Nutzung von PFAS-freien Alternativen sind wesentliche Bausteine für die Zukunft. Insbesondere die „Design out chemicals, PPWR Anforderungen“ spielen eine zentrale Rolle, um die Verwendung gefährlicher Chemikalien in Produkten von Anfang an zu vermeiden und so die Umwelt langfristig zu schützen.
Nur durch gemeinsame Anstrengungen von Wissenschaft, Industrie, Politik und Gesellschaft kann der Weg zu einer schadstofffreien Zukunft erfolgreich gestaltet werden.

This article was created from the video PFAS im Fokus – Analyse und Wege zu einer schadstofffreien Zukunft with the help of AI.
Published on: June 12, 2024
Discover the latest advancements in sustainable packaging through an insightful session hosted by Paul Jenkins, Managing Director of ThePackHub. This article explores key innovations in carbon reduction packaging, featuring expert insights from Dirk Endlich and Ali Siddiqui of Elopak. These industry leaders share how fiber-based packaging solutions and other innovations are driving significant environmental benefits across various sectors.
Watch the full video on ThePackHub YouTube channel: Carbon Reduction Packaging Innovations
Table of Contents
- About the Speaker
- Summary of Key Themes
- Unique Insights and New Information
- Applying the Knowledge
- Important Keywords
- Main Points Explored in the Webinar
- Frequently Asked Questions (FAQs)
- Summary and Final Thoughts
- Key Figures and Resources
About the Speaker
Paul Jenkins is the Managing Director of ThePackHub, a leading UK Packaging Innovation consultancy. With nearly a decade of experience curating packaging innovations worldwide, Paul offers an authoritative perspective on sustainable packaging trends and technologies. His expertise is complemented by insights from Dirk Endlich, Vice-President of Elopak’s P2C division, and Ali Siddiqui, Senior Key Account Manager at Elopak, who bring deep knowledge in fiber-based packaging and carbon reduction strategies.
Summary of Key Themes
- Exploration of carbon reduction innovations across packaging sectors including food, beverage, beauty, pet care, and pharmaceuticals.
- In-depth discussion on Elopak’s fiber-based DPAC cartons and their significant carbon footprint advantages over traditional plastic packaging.
- Real-world case studies demonstrating successful implementation of sustainable packaging solutions.
- Future outlook on packaging recyclability, cost implications, and regulatory trends.
Unique Insights and New Information
This session stands out by juxtaposing traditional lightweighting efforts—such as the Champagne Telmont bottle—with transformative carbon reduction solutions like Elopak’s DPAC fiber cartons that offer up to 78% lower carbon footprints. Unlike many discussions limited to concept or pilot phases, this webinar showcases wide-ranging, market-ready innovations impacting diverse industries. The video uniquely combines technical data, consumer insights, and practical implementation strategies, providing a holistic view of sustainable packaging evolution.
Applying the Knowledge
Brands, manufacturers, and sustainability professionals can leverage insights from this session to make informed packaging decisions that align with environmental goals and consumer expectations. Whether considering lightweight glass bottles, recyclable airless beauty bottles, or fiber-based cartons for home care products, the examples and data provide actionable guidance for reducing carbon footprints while maintaining product integrity and market appeal.
Important Keywords
Carbon reduction, sustainable packaging, lightweighting, fiber-based cartons, recyclability, plastic reduction, refillable packaging, bioplastics, circular economy, packaging innovation, Elopak, DPAC cartons, carbon footprint, home and personal care packaging.
Main Points Explored in the Webinar
1. Innovations Across Multiple Sectors Drive Carbon Reduction
The webinar highlights a broad spectrum of packaging innovations targeting carbon reduction. For example, Champagne Telmont introduced the world’s first ultra-lightweight standard champagne bottle, reducing the bottle weight from 835 grams to 800 grams, cutting carbon emissions by 4% per bottle without compromising quality or pressure resistance. This innovation, debuting in the U.S. on Earth Day 2025, exemplifies lightweighting challenges in sectors where packaging weight is perceived as a quality indicator.

In the beauty sector, Abta Beauty and La Baratoire SVR launched recyclable airless bottles made from post-consumer recycled plastic designed to protect sensitive formulations while reducing CO2 emissions through in-house assembly. L’Oreal’s push for refillable packaging across its brand portfolio demonstrates a strategic approach to reduce packaging intensity and material impact by replacing traditional packaging with lower-footprint alternatives.

Pet care also sees innovation with Nestlé Purina Petcare’s recyclable canisters made entirely from mechanically recycled PET, expected to eliminate over 500 metric tons of virgin plastic annually, and reduce CO2 emissions by 694 metric tons.
2. Elopak’s Fiber-Based DPAC Cartons: A Game-Changer in Home and Personal Care Packaging
Dirk Endlich and Ali Siddiqui introduce Elopak’s DPAC cartons, emphasizing their low plastic content and high renewable fiber content. For instance, a one-liter DPAC carton contains only 8.9 grams of plastic—mostly in the lining, spout, and closure—compared to 70 grams in a typical HDPE bottle and 45 grams in a PET bottle. This represents an 80-90% reduction in plastic use.

Additionally, the square footprint of DPAC cartons enhances palletization and logistics efficiency, allowing more than twice the volume per truckload compared to HDPE bottles, and outperforming plastic pouches. This combination of reduced plastic and optimized logistics leads to a significantly lower carbon footprint.
Independent life cycle assessment by Anthesis revealed that DPAC cartons have a 78% lower carbon footprint than polypropylene bottles and 36% lower than plastic monolayer pouches, positioning DPAC cartons as a superior sustainable packaging solution.

3. Market Adoption and Consumer Acceptance
Though fiber-based cartons are less common in home and personal care categories, they have gained strong traction in Scandinavian markets, with brands offering a broad size range from 500 ml to 2 liters. Notable adopters include Unilever’s Persil and Comfort brands in the UK, and Ferrimax in Spain, demonstrating expanding acceptance and market availability.

Consumer studies indicate familiarity with carton packaging from milk and juice categories, with positive acceptance for personal care products. This opens opportunities for brands to differentiate their products and meet sustainability goals simultaneously.
4. Recyclability and Regulatory Trends
Elopak cartons are designed to be recyclable, with collection infrastructure already established in many regions. In the UK, 69% of local authorities collect cartons via household recycling, with another 25% offering bring banks. Upcoming legislation (Simpler Recycling) mandates carton collection by 2026, promising near-universal recycling access.
Recycling processes separate fiber from plastic and aluminum layers, repurposing fibers in new paper products and plastics and aluminum into new materials, achieving almost 100% recycling rates in countries like Germany.
5. Cost and Logistics Benefits of Carton Packaging
Cartons are delivered flat to production facilities, allowing roughly 20,000 units per pallet compared to 800 plastic bottles, drastically reducing transportation volume and costs. Post-filling, cartons also offer 50% more product volume per transport pallet than plastic bottles, lowering outbound logistics expenses.
Considering total cost of ownership (TCO), carton packaging often provides a financial advantage over plastic alternatives when factoring in logistics, recycling, and sustainability benefits.
6. Future Developments: Paper Closures and Enhanced Barriers
Elopak is actively developing paper-based closures for both food and personal care cartons to further reduce plastic use and carbon emissions. While only 5% of current SKUs require aluminum barriers, improvements in polyethylene barriers are expected to eliminate the need for aluminum in most cases without compromising shelf life.
7. Addressing Accessibility and Co-Packing
Accessibility is a recognized challenge in packaging design. Elopak tests closures extensively to ensure ease of use across age groups, including seniors and children. Isolated incidents of difficult openings are addressed individually.
For startups and small brands, Elopak offers co-packing solutions through qualified partners in Europe, enabling access to sustainable carton packaging without large-scale investment in filling equipment.
Frequently Asked Questions (FAQs)
- What are the key themes of the video?
The video explores carbon reduction innovations in packaging, focusing on lightweighting, plastic reduction, fiber-based cartons, recyclability, and market adoption across sectors. - What new information does this video provide compared to existing content?
It provides concrete data on carbon footprint reductions from DPAC cartons, real-world examples of adoption, and insights into the logistics and recyclability infrastructure supporting sustainable packaging. - What makes this video unique?
The integration of technical, consumer, and regulatory perspectives with detailed case studies across diverse industries offers a comprehensive and practical view of sustainable packaging innovation. - How can viewers apply the information shared?
Brands can evaluate the benefits of switching to fiber-based cartons or other innovations, understand cost and logistics implications, and prepare for evolving recycling regulations.
Summary and Final Thoughts
This comprehensive overview of carbon reduction packaging innovations underscores the importance of multi-sector collaboration and innovation to meet environmental challenges. From Champagne Telmont’s lightweight bottle to Elopak’s revolutionary DPAC cartons, the packaging industry is evolving rapidly towards more sustainable, recyclable, and lower-carbon solutions.
The main message is clear: sustainable packaging is not just a trend but a necessity, and fiber-based cartons represent a powerful tool for brands to significantly reduce their environmental impact while maintaining product quality and consumer appeal.
This video is essential viewing for packaging professionals, sustainability managers, brand owners, and anyone interested in the future of eco-friendly packaging solutions.
Key Figures and Resources
| Figure/Link | Description |
|---|---|
| Champagne Telmont Bottle | Ultra-lightweight champagne bottle reducing weight by 35g, cutting carbon emissions by 4% per bottle. (Timestamp: 03:02) |
| Elopak DPAC Carton Plastic Content | One-liter DPAC carton contains 8.9g plastic vs 70g in HDPE bottles, enabling 80-90% plastic reduction. (Timestamp: 21:04) |
| Carbon Footprint Comparison | DPAC cartons have 78% lower carbon footprint than polypropylene bottles and 36% lower than plastic pouches. (Timestamp: 26:08) |
| ThePackHub YouTube Channel | Official channel hosting the webinar and other packaging innovation content. |
| Dirk Endlich LinkedIn | Connect with Elopak’s VP for insights and queries about fiber-based packaging. |
Ready to dive deeper into carbon reduction packaging innovations? Watch the full video here: Carbon Reduction Packaging Innovations. Don’t forget to share your thoughts in the comments below and subscribe to our blog for more in-depth analyses like this!
This article was created from the video Carbon reduction packaging innovations with the help of AI.
Editor’s choice:
| Company name, country | Xampla ltd., UK |
| EU project | n.a. |
| Rawmaterial/basis | Plant-based polymers |
| Brandname | Morro |
| Biobased | YES |
| Fossil based free | YES |
| Application | Coatings, edible films, soluble films, microcapsules for food/cosmetics Sustainability screening: biodegradable, home compostable, recyclable |
| Patent | YES |
| What is unique abaout it? | World’s first plastic-free materials that are completely biodegradable, home compostable and recyclable. Made from natural plant polymers. |
What is the status of the product? | Comercially available products |
Published on: April 24, 2025, Channel: ThePackHub
Speaker: Sam Walker
Sam Walker is the Head of Business Development and Sales at Xampla, a pioneering company focused on sustainable packaging solutions. With over ten years of experience in the field, Sam has been instrumental in driving innovation in materials that replace conventional plastics with plant-based alternatives.
Summary
This webinar dives deep into the complexities of plastic-free packaging, highlighting the importance of avoiding greenwashing, staying ahead of legislation, and overcoming barriers to adopting new materials. With insights from industry experts Sam Walker and Mark Rodriguez Garcia, the session provides practical advice for companies looking to navigate the evolving landscape of sustainable packaging.
FAQs Addressed in the Video
- What are the key themes of the video?
- What new information does this video provide compared to existing content on the topic?
- What makes this video unique or what perspective does it offer?
- How can viewers apply the information shared in the video?
Main Takeaways from the Webinar
Point One: Understanding Plastic-Free Definitions
Mark Rodriguez emphasized the challenge of defining what constitutes plastic. According to the European Commission’s Single Use Plastics Directive, any polymer that has been chemically modified is considered plastic. This definition plays a crucial role in identifying suitable alternatives for packaging.

Point Two: The Impact of Consumer Pressure
Consumer awareness has dramatically increased, especially regarding microplastics and their environmental impact. This has led to a surge in legislation aimed at curbing plastic usage. The public’s concern is evident, with a recent study indicating that 58% of respondents are most worried about microplastics, compared to just 12% about landfill issues.

Point Three: The Role of Transparency and Innovation
Both speakers highlighted the need for transparency in claims made by companies regarding their packaging. As the industry sees a rise in greenwashing, it’s vital for brands to substantiate their claims with validated data. Zampla’s Moro coating exemplifies a commitment to transparency, using natural polymers that have not been chemically modified.

Key Insights Recap
The video emphasizes the importance of credible claims in the plastic-free packaging sector and offers actionable steps for brands to stay compliant with evolving regulations. With rising consumer awareness and legislative pressures, companies must innovate responsibly to meet the demand for sustainable solutions.
Who Should Watch This Video?
This video is ideal for packaging technologists, sustainability professionals, and brand managers looking to enhance their understanding of plastic-free materials and navigate the complexities of sustainable packaging.
Final Note
Zampla – Learn more about their sustainable packaging solutions.
Ready to dive deeper into sustainable packaging? Watch the full video here: ThePackHub. Don’t forget to share your thoughts in the comments below and subscribe to our blog for more in-depth analyses like this!
This article was created from the video How To Future Proof Your Plastic-Free Packaging with the help of AI.

Nachhaltigkeit gewinnt im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung – insbesondere bei der Verpackung von Arzneimitteln. Die Sustainable Pharma Packaging Awards 2023, organisiert von YewMaker in Zusammenarbeit mit Connectin Pharma, würdigen wegweisende Innovationen, die pharmazeutische Verpackungen nachhaltiger gestalten, ohne deren Funktionalität einzuschränken. In diesem Artikel stellen wir die Gewinner und ihre bahnbrechenden Lösungen vor, die den Weg zu einer zirkulären und umweltfreundlichen Zukunft der Arzneimittelverpackung ebnen.
Einführung in die nachhaltige Arzneimittelverpackung
Dr. Nazleen Raman, Gründerin und CEO von YewMaker, erläutert die Vision hinter den Sustainable Medicines Packaging Awards und die Mission ihres Unternehmens: Wissenschaftlich fundierte Lösungen zu entwickeln, die das Gesundheitswesen gut für Menschen, den Planeten und die Wirtschaft machen. Dabei steht das Prinzip der Triple Bottom Line im Fokus.
Um nachhaltige Veränderungen zu bewirken, braucht es radikale Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg. Deshalb hat YewMaker die Sustainable Medicines Partnership ins Leben gerufen – ein Konsortium aus 48 Organisationen, das über vier Jahre nachhaltige Rahmenwerke für Arzneimittel und deren Verpackungen entwickelt, testet und skaliert.
Die sechs Säulen nachhaltiger Arzneimittel
Im Rahmen der Partnerschaft wurde ein konzeptioneller Rahmen erarbeitet, der sechs zentrale „Pfeiler“ für nachhaltige Arzneimittel definiert:
- Messbare Auswirkungen: Entwicklung und Implementierung von Metriken zur Bewertung der Nachhaltigkeit.
- End-to-End Transparenz: Dynamisches Tracking entlang der gesamten Lieferkette, um den Verbleib der Medikamente nachvollziehen zu können.
- Verbesserte Haltbarkeit: Verlängerung der Haltbarkeit, um Abfall zu reduzieren.
- Digitale Lösungen: Insbesondere patientenzentrierte Informationen digital zugänglich machen.
- Verwendung jeder einzelnen Dosis: Von jährlich rund 4,5 Billionen hergestellten Medikamenten werden Milliarden ungenutzt entsorgt – dies soll verhindert werden.
- Nachhaltige Verpackungen: Zirkuläre Lösungen zur Reduzierung von Einwegverpackungen und Förderung nachhaltiger Lieferketten.
Diese Säulen bilden die Grundlage, um nachhaltige Pharma-Verpackungen systematisch voranzutreiben und deren Wirkung messbar zu machen.
Die Sustainable Medicines Packaging Awards 2023: Kategorien und Finalisten
Die Awards werden in zwei Kategorien verliehen:
- Design Award: Für Verpackungsinnovationen, die Abfall reduzieren und Nachhaltigkeit erhöhen, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen.
- Circularity Award: Für Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen, die Zirkularität in der Lieferkette fördern und Einwegverpackungen reduzieren.
Die Finalisten zeigen beeindruckende Beispiele für nachhaltige Pharma-Verpackungen, die bereits heute im Einsatz sind.
Design Award Finalisten und Gewinner
Sechs Finalisten stellten ihre Innovationen vor, darunter:
- New IDC von Enof Healthcare Packaging
- AMSKY von Amcor
- „Making Electricity with Paper and Enzymes“ von BeFC
- IGB Srl tamper evident folding box von Industrie Grafiche Bresson
- Dry Molded Fiber (DMF) Blister von PulPac und PA Consulting
- PharmaGuard von Sudpak Medica
Bronze Design Award:
Amcor erhielt die Auszeichnung für ihr monomateriales Blisterpack-System, das Vinyl (PVC) und Aluminium reduziert und so die Recyclingfähigkeit verbessert.

Silber Design Award: PulPac und PA Consulting präsentierten ihren Dry Molded Fiber (DMF) Blister, eine trockengemoldete Faserverpackung, die ohne Wasser auskommt und 80 % weniger Energie verbraucht als herkömmliche nassgeformte Fasern. Die Technologie bietet eine nachhaltige Alternative zu Plastikblistern mit vergleichbaren Kosten und Produktionsgeschwindigkeiten.

Gold Design Award: BeFC überzeugte mit bioinspirierten Biofuel-Zellen, die Enzyme verwenden, um Zucker und Sauerstoff in Strom umzuwandeln. Diese papierbasierten Batterien sind biologisch abbaubar, kompostierbar und können Sensoren in Verpackungen mit Energie versorgen, um diese digital und nachhaltig zu vernetzen.
Circularity Award Finalisten und Gewinner
Auch in der Kategorie Circularity wurden beeindruckende Lösungen vorgestellt:
- Pulpac und PA Consulting
- Sustainable Mineral Antimicrobial Technology von Pilot SAS
- PharmaGuard von Sudpak Medica
- Seaweed-basierte home compostable medical devices von Symbiotex Limited
Bronze Circularity Award:
Symbiotex nutzt Seegras, um Filamente und Pellets herzustellen, die auf Standardmaschinen verarbeitet werden können und medizinische Geräte herstellen, die zuhause kompostierbar sind. Das reduziert Plastikmüll, insbesondere bei Inhalatoren, von denen in UK jährlich 60 Millionen verteilt werden, aber nur 0,5 % recycelt werden.

Silber Circularity Award: PulPac und PA Consulting erklärten, wie sie mit ihrem DMF Blister nicht nur eine nachhaltige Alternative bieten, sondern den Markteintritt und die Skalierung durch Partner aus der Pharmaindustrie forcieren, um Kosten zu senken und Wirkung zu maximieren.
Gold Circularity Award: Pilot SAS präsentierte ihre nachhaltige antimikrobielle Technologie, die ohne Metalle oder Nanopartikel auskommt und Oberflächen vor Bakterien und Viren schützt. Dies reduziert Infektionsrisiken und damit den Bedarf an Medikamenten, was wiederum den Materialverbrauch und Abfall verringert. Die Technologie ist zertifiziert, robust und nachhaltig.
Diskussion: Herausforderungen und Chancen der nachhaltigen Pharma-Verpackung
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden wichtige Fragen zur Kostenentwicklung und Skalierbarkeit nachhaltiger Verpackungstechnologien adressiert. Sofia Malferrari von BeFC betonte, dass die Kosten für papierbasierte Bio-Batterien durch steigende Produktionsmengen deutlich sinken und eine nachhaltige Vernetzung von Verpackungen Mehrwert schaffen kann.
Jamie Stone von PulPac hob hervor, dass Nachhaltigkeit nicht zwangsläufig teurer sein muss. Durch gemeinschaftliche Entwicklung und frühe Einbindung großer Pharmaunternehmen können Technologien kosteneffizient skaliert werden. Außerdem müsse Nachhaltigkeit nicht zulasten des Verbrauchererlebnisses gehen – im Gegenteil, nachhaltige Verpackungen können attraktiver und günstiger sein.
Motivation und Zukunftsperspektiven
Die Gewinner berichteten auch über ihre Motivation und die Herausforderungen auf dem Weg zu nachhaltigen Lösungen. Luke Marchand von Pilot SAS sieht Nachhaltigkeit als unvermeidlichen Markttrend, der in wenigen Jahren zum Standard wird.
Olivia Simpson von Symbiotex betonte die Leidenschaft als Triebfeder ihrer Arbeit. Sie sieht in der Gesundheitsbranche großes Potenzial für nachhaltige Innovationen, da jeder Mensch im Laufe seines Lebens Berührungspunkte mit dem Gesundheitswesen hat.
Gemeinsam wurde betont, dass nur durch Zusammenarbeit und kollektives Engagement echte Fortschritte möglich sind. „Wir alle haben die Ziellinie gemeinsam überschritten – entweder wir gewinnen alle oder wir verlieren alle“, so Dr. Nazleen Raman zum Abschluss.
Fazit
Die Sustainable Medicines Packaging Awards 2023 zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und innovativ nachhaltige Pharma-Verpackungen sein können. Von recycelbaren Blistern über papierbasierte Bio-Batterien bis hin zu kompostierbaren medizinischen Geräten aus Seegras und antimikrobiellen Oberflächen – die vorgestellten Lösungen setzen neue Maßstäbe.
Für die Zukunft der Sustainable Pharma Packaging gilt: Nur durch branchenübergreifende Partnerschaften, technische Innovationen und das Engagement aller Akteure lässt sich der ökologische Fußabdruck der Medikamentenversorgung nachhaltig reduzieren und gleichzeitig die Patientensicherheit und Funktionalität gewährleisten.
Diese Auszeichnungen sind ein wichtiger Schritt, um Inspiration zu bieten und den Wandel hin zu einem nachhaltigen Gesundheitssystem zu beschleunigen.
Stay ahead of what’s going on in Sustainable Pharma packaging! |
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